Rezension: Die Königin der Schatten

Die Königin der Schatten von Erika Johansen
Titel: Die Königin der Schatten

Autorin: Erika Johansen

ISBN: 978-3-453-31586-0

Verlag: Heyne

Seiten: 543

Broschiert

 
 
 

Inhalt:

Als Kelsea Glynn an ihrem neunzehnten Geburtstag den Thron des magischen Königreiches Tearling besteigt, tritt sie ein schweres Erbe an: Die mächtige Herrscherin des Nachbarlandes Mortmesne bedroht Tearling, das eigene Volk begegnet ihr mit Misstrauen, und an ihrem Hof findet sie einen Sumpf von Machtgier, Lügen und Intrigen vor. Kelsea weiß, sie darf sich keinen einzigen Fehler erlauben, wenn sie überleben will. Sie wird all ihren Mut, ihre Klugheit und Stärke brauchen, um eine wahre Königin zu werden – die legendäre Königin von Tearling . . .

Quelle: Heyne

Meine Meinung:

Ich habe bei Die Königin der Schatten mit einem typischen High-Fantasy Roman gerechnet und wurde total positiv vom Weltenbau überrascht. Immer wieder kamen mir Wörter oder Gegenstände unter, die eher in unsere moderne Welt passen, als in eine mittelalterliche Szenerie. Nach und nach wurde mir dann klar, dass es sich hier um eine Mischung aus Fantasy und Dystopie handelt, und das hat mich im ersten Moment richtig aus der Fassung gebracht, aber im positiven Sinne. Diese Tatsache hat mich im Endeffekt die Geschichte richtig verschlingen lassen, denn so eine Kombination ist mir noch nie untergekommen.

Dazu gehörte aber auch die Protagonistin Kelsea. Ich war wirklich froh, dass wir es hier mal mit einer weiblichen Figur zu tun haben, die nicht hübsch ist und der alles zu fliegt. Kelsea ist gewöhnlich, naiv und nicht unbedingt gut auf ihre zukünftige Position als Königin vorbereitet worden, da ihre Zieheltern ihr viel verschwiegen haben. All das hat sie für mich sehr sympathisch gemacht. Eine Protagonistin, die Fehler macht und menschlich wirkt. Trotzdem wächst sie sehr schnell mit ihrer Aufgabe und möchte vor allem im Sinne ihres Volkes herrschen und die Fehler ihrer Vorgänger wiedergutmachen.

Ein weiterer Lichtblick der Figuren war Mace, der Kapitän ihrer Garde. Er ist nicht nur ihr Bewacher, sondern wird auch zu einem wichtigen Berater. Auch wenn er ihr genauso einige Dinge verschweigt und viele Geheimisse bewahrt, wird er für Kelsea zu einem wertvollen Vertrauten.

Aber auch die anderen Figuren konnten mich durchwegs überzeugen. Angefangen bei Pen, ihrem Leibwächter, Andalie, Kelseas Zofe, Pater Tyler und noch vielen mehr. Die zahlreichen Namen ihrer Gardemitglieder haben mich zwar am Anfang noch etwas verwirrt, da aber alle Figuren einen bestimmten Charakter zugeschrieben bekommen, nehmen sie nach und nach Gestalt an. Bestärkt wird das auch noch dadurch, dass die Geschichte nicht komplett aus der Sicht von Kelsea erzählt wird, sondern auch aus der anderer Personen, wie der Roten Königin, Pater Tyler oder dem Fetch.

Hin und weg war ich auch vom Schreibstil der Autorin, denn sie hat es nicht nur geschafft, ihren Figuren Leben einzuhauchen, sondern scheut auch nicht davor zurück, gewaltsame Szenen zu schreiben, die die Wichtigkeit von Kelseas Handeln noch stärker in den Vordergrund rücken lassen.

Zum Ende hin wird es noch einmal richtig spannend, bevor es ein eher rundes Ende gibt, das einem aber trotzdem sofort zum zweiten Band greifen lässt.

Fazit:

Die Königin der Schatten besticht durch eine neuartige Mischung aus Fantasy und Dystopie, einer Protagonistin, die zwar angreifbar ist, aber genauso einen starken Charakter entwickelt, und einem mitreißendem Schreibstil.
Absolutes Suchtpotential!

Bewertung:

Reiheninformation:

1. Die Königin der Schatten
2. Die Königin der Schatten – Verflucht
3. Die Königin der Schatten – Verbannt

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