Rezension: Drachenblut

Drachenblut von Alexis Snow
Titel: Drachenblut

Autorin: Alexis Snow

ASIN: B0777KTH9S

Verlag: Papierverzierer

Seiten: 282

E-Book

 
 
    

Inhalt:

Beim Ausflug mit der Oberstufe in den Kölner Dom passiert Lea das Unglaubliche: Sie bricht ohne Vorwarnung vor der Klasse zusammen. Kurze Zeit später wird sie von Albträumen und absurden Bildern heimgesucht, die sie zunächst für Visionen hält. Zudem wird sie von jemandem verfolgt.
Lea kann sich die Ereignisse zuerst nicht erklären. Erst als ein junger Mann auftaucht, der ihr auf geheimnisvolle Weise verdeutlicht, wer sie eigentlich ist, beginnt sie zu begreifen. Sie trägt ein Erbe in sich, das eng mit dem Element des Feuers verbunden ist. Doch so sehr Gabe und Fluch miteinander verwoben sind, so sehr hängt auch das Schicksal der Welt davon ab. Denn ohne Leas Einwirken wird sich die Welt unweigerlich in die ewige Dunkelheit stürzen …

Quelle: Papierverzierer

Meine Meinung:

In Drachenblut finden wir zwar eine bekannte Konstellation in der Jugendfantasy wieder – ein Mädchen entdeckt, dass sie besondere Fähigkeiten hat, und muss sich nun mit einer ihr fremden Welt auseinandersetzen – doch Alexis Snow hat eine interessante Welt mit den Elementen verbunden mit Drachen erschaffen. Besonders gefallen hat mir, dass sie sich auch eine Vorgeschichte ausgedacht hat, die sich an die Legende der Nibelungensage anlehnt.
Auch die Tatsache, dass sie ihre phantastische Geschichte in Deutschland spielen lässt, fand ich gut. Es müssen ja nicht immer fremde Orte sein, in der sich Magie entfalten kann.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht der 18-jährigen Aileana erzählt, in ein paar Kapiteln lernen wir aber auch die Perspektive von ihrer besten Freundin Louisa kennen.
Und da wären wir gleich bei einem ersten Kritikpunkt von mir: die Figuren.
Denn ich wurde weder mit Lea noch mit den anderen Personen richtig warm. Ihr Verhalten war mir teilweise zu sprunghaft und auch nicht passend für das Alter, zum Teil etwas zu kindisch. Das fängt alleine beim Verhalten von Lea an. Sie ist am Anfang ein etwas schüchternes Mädchen, das gerne liest und sich somit in ihre eigene Welt zurückzieht. Als sie von der anderen Welt und ihrer Gabe erfährt, verändert sie sich enorm. Sie wird viel selbstbewusster und findet auch recht schnell Ungerechtigkeiten in der Welt der Elemente, die sie stören. Ihr Wandel war mir etwas zu extrem und nicht nachvollziehbar.
Die anderen Figuren blieben zu blass und man hat nicht sehr viel über sie erfahren.

Auch die Emotionen kamen bei mir einfach nicht an. Es gibt so viele Szenen, die im Leser Gefühle wecken könnten, aber selbst die Figuren in der Geschichte gehen nicht wirklich darauf ein. Hier wurde sehr viel Potential verschenkt.

Natürlich gibt es, wie in fast jedem Jugendfantasyroman, eine Liebesgeschichte. Leider war ich auch mit dieser nicht zufrieden, da sie sich einfach viel zu schnell entwickelt und in meinen Augen auch zu harmonisch war.

Der Schreibstil von Alexis Snow ist einfach gehalten, passend zu einem Jugendroman. Sie lässt wichtige Themen in ihre Geschichte miteinfließen, allen voran die Freundschaft und wie wichtig Zusammenhalt ist. Auch das Thema Mobbing wird angeschnitten, was mir dann aber doch zu kurz kam und zu schnell abgetan wird.

Der Spannungsbogen sackt zwar in der Mitte ein klein bisschen ein, aber gerade am Ende konnte mich die Autorin mit ihrer Geschichte wieder packen.

Fazit:

Drachenblut ist ein Debütroman mit einer tollen Grundidee – eine Welt, die von Drachen erschaffen wurde und von den Elementen beherrscht wird. Leider gibt es noch viel Luft nach oben, was die Figurengestaltung betrifft. Potential hat die Autorin aber auf jeden Fall.

Bewertung:

Ein großes Dankeschön an Alexis Snow und dem Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar!

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