Rezension: Die Chronik der Dämonenfürsten – Die Herrschaft der Dämonenfürsten

Die Chronik der Dämonenfürsten - Die Herrschaft der Dämonenfürsten von Monika Grasl
Titel: Die Chronik der Dämonenfürsten – Die Herrschaft der Dämonenfürsten

Autorin: Monika Grasl

ISBN: 978-3-946381-29-7

Verlag: Verlag der Schatten

Seiten: 308

Taschenbuch

 
 
 

Die Herrschaft der Dämonenfürsten ist der zweite Teil der Die Chronik der Dämonenfürsten-Reihe von Monika Grasl. Es kann also zu Spoilern kommen.

Inhalt:
Man schreibt das Jahr 3500. Die freien Menschen leben verborgen im Untergrund. Die Großfürsten der Hölle halten die Städte besetzt und einen Teil der Menschheit als Sklaven.
Da erhebt sich ein Mann namens Salomo und krönt sich zum König. Er will der Herrschaft der Großfürsten ein Ende setzen.
Wird das Leben unter Salomo aber tatsächlich besser sein?

Quelle: Monika Grasl

Meine Meinung:
Der zweite Teil der Chroniken der Dämonenfürsten spielt sehr lange nach den Geschehnissen des ersten Bandes. Die Erde wird nun von den Dämonen beherrscht und die Menschen leben entweder als Sklaven oder im Untergrund. Hier zeigen sich also nun die Auswirkungen der Ereignisse am Ende von Die Engel des Todes.

Da ich bis jetzt so gut wie keine Bücher mit Dämonen gelesen habe, war ich sehr gespannt, wie sich diese Fantasywesen zu erkennen geben. Und da gab es gleich eine Überraschung für mich: Denn abgesehen von zum Teil skurrilen Erscheinungen haben sich die Dämonen in ihren Handlungen und Gefühlen nicht von den Menschen unterschieden. Es gibt gute und böse, grausame und friedfertige. Ich hätte mir da mehr Unterscheidung gewünscht. Auch wenn ich verstehen kann, dass genau dies die Absicht der Autorin dahinter ist, nämlich, dass man nicht sofort erkennt, wer nun zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Denn das Schubladendenken funktioniert nicht immer, sondern Personen sind sehr viel vielschichtiger und nicht so leicht einzuschätzen.

Die gesamte Handlung wird aus der Perspektive von vielen Figuren erzählt – Dämonen wie Menschen. Deswegen ist es mir eher schwergefallen, alle Namen immer den richtigen Charakteren zuzuordnen. Ein Fokus auf weniger Protagonisten wäre hier besser gewesen. Durch die Fülle hat mir nämlich auch der Bezug gefehlt. Es gab natürlich Figuren, mit denen ich mitgelitten, die ich gehasst oder die ich auch etwas ins Herz geschlossen habe, aber ich war einfach überfordert, was bei mir den Lesegenuss ziemlich geschmälert hat. Die zum Teil außergewöhnlichen Namen haben es mir nicht leichter gemacht, obwohl sie natürlich gut zu den Dämonen passten.

Monika Grasls Schreibstil war schon wie im ersten Band zwar einfach, aber trotzdem spannend. Ich habe natürlich beim Lesen Vermutungen angestellt, mit einigen Wendungen konnte mich die Autorin dennoch überraschen – vor allem mit Anmerkungen am Ende des Buches, die schon Hinweise zum dritten Band, der noch dieses Jahr erscheinen soll, geben.

Fazit:
Monika Grasl erzählt in Die Herrschaft der Dämonenfürsten eine wirklich interessante und neuartige Geschichte. Es gibt wohl wenige Bücher, die auf diese besondere Art mit Sympathien und Antipathien der Protagonisten spielen und aufzeigen, dass man sich nicht von Vorurteilen und ersten Eindrücken täuschen lassen soll.
Trotzdem war ich mit der großen Anzahl an Figuren einfach überfordert und habe mir bei den Dämonen etwas gänzlich anderes erwartet, weswegen ich dem Buch nur 3 Katzen geben kann.

Bewertung:

Ein großes Dankeschön an Monika Grasl für das Rezensionsexemplar!

Reiheninformation:
1. Die Engel des Todes
2. Die Herrschaft der Dämonenfürsten

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