10 Pfotenabdrücke von Bettina Reiter

Von Bettina Reiter durfte ich schon ein ganz tolles Sommerbuch lesen, und zwar Ein fast perfekter Sommer in St. Agnes. Deswegen möchte ich euch die Autorin auch noch etwas näher vorstellen.

  1. Stell dich doch bitte meinen Lesern kurz vor. (Ich weiß, Autoren haben es nicht so mit „kurz“ ^^)
    Bettina Reiter
    © Bettina Reiter
    Ja, da könnten meine Freunde ein Lied davon singen ;-), aber ich versuche es: Mein Name ist Bettina Reiter, ich bin 45 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und verheiratet. Nach wie vor lebe ich in einem kleinen beschaulichen Tiroler Ort, in dem ich auch aufgewachsen bin.
    Ich mag Musik – von klassisch bis hin zu Balladen – aber beim Hausputz muss es AC/DC sein. Dann gibt es noch meinen kleinen Garten, für den ich überhaupt keinen grünen Daumen habe – deshalb schenken mir fast alle nur Plastikblumen :). Ansonsten fotografiere und male ich zum Ausgleich, bin Redaktionsleiterin eines kleinen Printmediums und trinke leidenschaftlich gerne Kaffee (in einem früheren Leben hatte ich sicher eine Plantage UND einen grünen Daumen …).
  2.  

  3. Ist dir der Austausch mit Bloggern und Lesern wichtig? Gehst du selbst auch auf Blogger zu bezüglich Aktionen wie Blogtouren?
    Ich muss zugeben, dass ich bei Bloggern eher zurückhaltend bin mit Anfragen und vorher hundertmal überlege, ob ich mich an jemanden wenden soll/kann. Blogtouren habe ich noch gar keine gemacht. Aber ein Feedback ist sehr wichtig und immer wertvoll, von Bloggern und Lesern – ich freue mich immer sehr, wenn ich Rückmeldungen bekomme.
  4.  

  5. Wie sieht dein Schreiballtag aus? Hast du bestimmte Zeiten in der Woche, in denen du schreibst, oder passiert das ganz spontan?
    Also wenn ich an einem Buch schreibe, muss ich jeden Tag daran arbeiten bzw. mache ich es meistens abends, sobald die Kinder schlafen. Da komme ich dann wochenlang nicht vor Mitternacht ins Bett. Aber um diese Zeit bin ich am produktivsten. Da ist es leise im Haus, manchmal hört man ein Gewitter oder es regnet … allerdings sind das auch die Zeiten, in denen ich morgens den Spiegel meide und mich äußerlich gut mit manch historischen Figuren identifizieren kann 🙂
  6.  

  7. Wo schreibst du am liebsten? Gibt es spezielle Schreiborte?
    Ich brauche meine gewohnte Umgebung und das ist mein kleiner Schreibtisch. Neben dem PC steht eine Kaffeetasse und meistens brennt eine Kerze. Also ganz unspektakulär.
  8.  

  9. Liest du dir alle Rezensionen zu deinen Geschichten durch? Wie gehst du mit eher negativen Meinungen um?
    Nun ja, ich habe eine überschaubare Anzahl an Rezensionen und lese natürlich jede. Aber um auf die negativen einzugehen: Ich denke, es ist so wie im Alltag. Mal hat man gute, mal schlechte Tage. Nicht immer ist es einfach, obwohl man weiß, dass Kritik dazugehört. Es sind subjektive Meinungen und mir gefällt ja auch nicht jedes Bild, jedes Buch usw.; Allerdings kommt es immer darauf an, wie die Kritik geäußert wird: Mit konstruktiver befasse ich mich und reflektiere sie (man lernt ohnehin nie aus) – ist sie eher unsachlich gehalten, hake ich sie mittlerweile ab.
  10.  

  11. Du schreibst hauptsächlich historische Liebesromane. Willst du auch in Zukunft in diesem Bereich weiterschreiben oder reizt dich auch mal ein ganz anderes Genre?
    Ich habe es vor Jahren mit einem Thriller probiert, aber das war es irgendwie nicht. Monate später kam mir eine andere Idee und daraus entstand eine Satire. Allerdings ist es ein Buch mit viel Augenzwinkern, ziemlich überzogen und leichte Kost – ganz anders als bei meinen sonstigen Projekten, die teilweise schon ziemlich in die Tiefe gehen.
    Obwohl ich dem historischen Genre sicherlich treu bleiben werde. Vergangene Jahrhunderte faszinieren mich einfach zu sehr wie die Herausforderung, Fiktion und Realität so miteinander zu verschmelzen, dass es so gewesen sein könnte. Allerdings bin ich eine Bauchschreiberin und mir ist es wichtig, nach dem eigenen Gefühl zu gehen. Eine Figur wird zB in einem Geschichtsbuch so und so beschrieben, aber wenn sie ein Eigenleben entwickelt, lasse ich es fließen, weil sich alles andere nicht richtig „anfühlen“ würde. Und das ist für mich sehr wichtig, denn dann fließt auch meine Kreativität. Ansonsten merke ich, dass ich feststecke. Es stört mich etwas, weil das „geschichtliche“ Bild nicht mit meinem Bild im Bauch/Herzen/Kopf übereinstimmt.
    Aber den Liebesromanen mit einer Prise Humor möchte ich künftig auch eine Chance geben, weil es wie erwähnt eine Abwechslung ist (obwohl ich da morgens auch nicht besser aussehe …).
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  13. Kannst du uns was zu deinem aktuellen Schreibprojekt verraten?
    Mein aktuelles Buch liegt momentan bei einem Freund, der es lektoriert – es ist ein Liebesroman, der in Cornwall spielt (Gegenwart). Danach folgt wieder ein historischer Roman.
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  15. Du hast dich selbst für den Weg des Selfpublishing entschieden. Möchtest du dabei bleiben oder verspürst du doch den Wunsch einmal bei einem Verlag zu veröffentlichen?
    Ich bin ja mit meinen ersten beiden Büchern bei einem Verlag erschienen und werde bei „Erben der Schuld“ auch von einer Agentur vertreten. Den Weg zum Selfpublisher habe ich erst danach eingeschlagen und finde auch das eine tolle Erfahrung. Wie es zukünftig aussieht, kann ich nicht sagen. Denn auch wenn der Wunsch wieder kommen sollte, in einem Verlag zu veröffentlichen, muss man erst unter Vertrag genommen werden. Deshalb lasse ich alles auf mich zukommen. Im Augenblick bin ich ganz zufrieden mit meinem Ist-Zustand.
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  17. Liest du in deiner Freizeit selber gerne? Wenn ja, welche 3 Bücher würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?
    „Der Smaragdvogel“ von Linda Holeman, „Das Tagebuch der Patricia White“ von Gian Carlo Ronelli (ich liebe gute Thriller) und um ein Stück Kindheit zurückzuholen wäre auch „Der weiße Wolf“ von Käthe Recheis in meinem Rucksack. Das habe ich zigfach gelesen.
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  19. Bist du eher ein Hundemensch (quirlig, aufgeschlossen, unruhig) oder ein Katzenmensch (ruhig, eigensinnig und Einzelgänger)?
    Ich glaube, eine Mischung aus beidem. Aufgeschlossen allem neuen gegenüber und tolerant, unruhig, wenn ich nichts zu tun habe oder auf etwas warten muss, eigensinnig sicher auch, wenn ich ein Problem lösen will und es partout nicht gelingt (oder nicht so schnell geht wie ich das gerne hätte ) und sicherlich auch ein Einzelgänger, denn ich ziehe mich manchmal gern zurück.


Vielen Dank, liebe Bettina, für das Beantworten meiner Fragen.
Wenn ihr nun neugierig auf Bettina Reiter geworden seid, könnt ihr euch hier noch näher mit ihr und ihren Büchern beschäftigen:

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Einige ihrer Bücher:
Erben der Schuld von Bettina ReiterWeil Schottlands Herz für die Freiheit schlägt von Bettina ReiterEin fast perfekter Sommer in St. Agnes

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