Rezension: Die Chronik der Dämonenfürsten – Die Engel des Todes

Die Chronik der Dämonenfürsten - Die Engel des Todes von Monika Grasl
Titel: Die Chronik der Dämonenfürsten – Die Engel des Todes

Autorin: Monika Grasl

ISBN: 978-3-946381-14-3

Verlag: Verlag der Schatten

Seiten: 228

Taschenbuch

 
 
 

Inhalt:
Die Studentin Evy Munro leidet an Lungenkrebs. Doch das ist nicht ihr einziges Problem, denn ihr verhasster Nachbar Vincent stellt sich plötzlich als ihr persönlicher Engel des Todes vor, der ihr dabei helfen soll, mit ihrem Leben abzuschließen.

Obwohl Vincent nichts Genaues von seinem Vorgesetzten Azrael erfährt, ahnt er schnell, dass hinter diesem Auftrag noch viel mehr steckt. Als Dämonenboten auftauchen und Jagd auf Evy machen, wird ihm klar, dass der Dämonenfürst Dantalion Krieg in die Welt bringen will. Dafür muss er Evys Seele vernichten, die laut einer Prophezeiung verhindern könnte, dass die Kreaturen der Hölle die Erde betreten. Doch auch Azrael braucht ihre Seele.

Muss sie aber wirklich geopfert werden, um die Menschheit vor dem drohenden Krieg zu bewahren? Gibt es keine andere Möglichkeit, Dantalion am Ausbruch zu hindern?

Quelle: Monika Grasl

Meine Meinung:
Die Chronik der Dämonenfürsten von Monika Grasl hat mich sofort angesprochen, als ich das erste Mal den Klappentext las. Geschichten über Engel sind in den letzten Jahren eher rar gewesen oder in die Kitschschiene abgedriftet. Deswegen war ich auf die düstere Kombination von Engeln und Dämonen sehr gespannt.

In den Schreibstil der Autorin habe ich mich sehr schnell eingefunden. Sie schreibt einfach, trotzdem fesselnd und mit vielen Dialogen.

Überrascht hat mich, dass die Geschichte nicht rein von Evy und Vincent handelt, wie es der Klappentext vermuten lässt, sondern auch noch weitere Personen relevant werden, wie z. B. Merfyn, Azrael und Pater Nevin. Gerade im Hinblick auf die große Gefahr, die bevorsteht, hat das die Spannung noch mehr angefacht. Denn man erhält somit verschiedene Einblicke in die von der Autorin geschaffenen Welt. Vor allem die Konstellation der Hölle mit den Fürsten und Dämonenboten war sehr interessant, obwohl noch so einige Details offenblieben, die wohl in den weiteren Teilen der Reihe in den Vordergrund rücken.

Etwas gefehlt hat mir aber die Charaktertiefe. Alleine bei Evy, die durch ihre Situation viel mehr Emotionen bei mir hervorrufen hätte können. Ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen und habe ihre Handlungsweisen zum Teil auch nicht nachvollziehen können. Auch die anderen Figuren blieben etwas blass. Am besten haben mir da noch Merfyn und Pater Nevin gefallen.

Toll fand ich die Tatsache, dass eine Geschichte nicht immer eine umfassende, herzzerreißende Liebesgeschichte braucht. Hier sieht man, dass es auch ohne geht, und mir hat in diesem Punkt auch nichts gefehlt.

Zum Schluss verdichtet sich alles und die Handlungsstränge laufen zusammen. Ich habe auf ein fulminantes Ende gehofft und wurde dementsprechend leider etwas enttäuscht. Man verbringt viel Zeit mit Evy und am Ende rückt sie fast komplett in den Hintergrund. Der Showdown wird zu schnell abgehandelt.
Der Epilog war zwar eine kleine Entschädigung, konnte aber das abrupte Ende nicht vollends ausgleichen.

Fazit:
Die Chronik der Dämonenfürsten – Die Engel des Todes ist ein spannender Auftakt zu einer außergewöhnlichen Geschichte über Engel und Dämonen. Mit ausgereifteren Figuren und einem nicht ganz so abrupten Ende hätte mir die Handlung noch besser gefallen. Die Autorin hat auf alle Fälle interessante Ideen und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Bewertung:

Ein großes Dankeschön an Monika Grasl für das Rezensionsexemplar!

Reiheninformation:
1. Die Engel des Todes
2. Die Herrschaft der Dämonenfürsten

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