Rezension: Codename Nike

Codename Nike von Annika Dick
Titel: Codename Nike

Autorin: Annika Dick

ISBN: 978-3958695726

Verlag: Amrûn

Seiten: 282

Taschenbuch

 
 
 

Inhalt:
Ein missglücktes Genprojekt der Einrichtung OLYMPUS ließ Soldaten vor Jahrzehnten zu Vampiren werden. Vor etwa zwanzig Jahren wurde die kleine Nike als Erste in einem weiteren Genprojekt operiert, um gegen diese Vampire kämpfen zu können. Nun muss sie nicht nur feststellen, dass sie selbst sich in eines der Monster verwandelt, die sie jagt, sondern auch, dass Wahrheit und Lüge in ihrem Leben nicht eindeutig sind. Thanos versteckt sich vor OLYMPUS, die ihn vor Jahrzehnten zu einem Elitesoldaten machen wollten und dabei zu einem Vampir machten. Er hat genug damit zu tun, Morde aufzuklären, die von seinesgleichen begangen wurden und kein Interesse daran, Nike in irgendeiner Weise zu helfen, oder sie bei sich aufzunehmen. Er ist sich sicher, weder der gemeinsame Feind, noch der Duft ihres Blutes, könnten ihn umstimmen.
Quelle: Amrûn

Meine Meinung:
Zu Beginn hatte ich ein paar kleine Probleme, mich in der Vampirgeschichte, die Annika Dick hier erzählt, zurechtzufinden. Die Autorin schildert eine gänzlich andere Entstehungsgeschichte der Blutsauger, die mir bis jetzt noch nicht untergekommen ist. Denn ihre Vampire sind durch ein Genprojekt entstanden, das sich nicht so entwickelte, wie man sich das erwartet hat. Eine wirklich spannende Idee.

Die ersten Schwierigkeiten hatte ich mit dem Wort „Vrykólakas“, das ist das griechische Wort für Vampire. Ich bin einfach ständig über diesen Begriff gestolpert, bis ich es in Gedanken mit „Vrys“ abgekürzt habe. Außerdem waren mir die Figuren am Anfang noch etwas zu blass und gerade bei den Männern hatte ich Probleme, sie richtig zuzuordnen. Das hat sich dann aber schnell gelegt, als sich die Figuren aufgrund ihrer Eigenschaften und Handlungen zu handfesten Charakteren gemeistert haben.

Die Geschichte wird in verschiedenen Perspektiven, aber immer aus der 3. Person erzählt. Der Fokus liegt zwar zuerst auf Nike, erweitert sich dann aber auch auf Thanos und den unbekannten Mörder. Und genau diese Szenen waren fast das Highlight für mich an dem ganzen Buch. Annika Dick schafft es die Sicht des Mörders so atmosphärisch, düster, aber auch sympathieerregend darzustellen, so dass ich mit dieser Figur richtig mitfühlen konnte. Klingt zwar etwas komisch, wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen Mörder handelt. Wer das Buch liest, wird mich verstehen 😉

Aber auch Nike und Thanos haben es mir angetan. Denn man konnte richtig die Spannung und das Kribbeln zwischen den beiden spüren. Normalerweise bin ich kein Fan von sehr detaillierten Sexszenen. Die Autorin schafft es aber das Ganze stimmig zu beschreiben, da einfach die Energie zwischen den Figuren passt.
Jede der Figuren hat seine Ecken und Kanten und sein Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen, was sie ungemein realistisch wirken lässt.

Spannung habe ich in der Geschichte keineswegs vermisst. Auch wenn man schon sehr bald weiß, wer die Gegenspieler sind, habe ich viele Vermutungen angestellt, wie sich alles entwickeln wird. Trotzdem konnten mich viele Wendungen überraschen und ich habe die letzten Seiten in einem Schwung verschlungen.
Auf den zweiten Teil, der voraussichtlich im Herbst erscheinen wird, bin ich schon sehr gespannt.

Fazit:
Obwohl ich am Anfang etwas Probleme hatte, mich in der Welt zurechtzufinden und alle Figuren auseinanderzuhalten, entwickelt sich Codename Nike zu einer spannungsgeladenen Geschichte mit einer Prise Erotik und überraschenden Wendungen.
Allen, die mal eine etwas andere Vampirgeschichte lesen wollen, kann ich dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Bewertung:

Ein großes Dankeschön an Annika Dick für die gemeinsame Leserunde und das Rezensionsexemplar!

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