Rezension: Mondprinzessin

Mondprinzessin von Ava Reed
Titel: Mondprinzessin

Autorin: Ava Reed

Verlag: Drachenmond

ISBN: 978-3-95991-316-4

Seiten: 256

Softcover

 
 
 

Inhalt:
Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie – die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin – kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm…

Quelle: Drachenmond

Meine Meinung:
Ich hatte schon von Beginn an ziemlich hohe Erwartungen an Mondprinzessin von Ava Reed, da ich durch zahlreiche begeisterte Meinungen wusste, dass mich ein ziemlich herzzerreißendes Ende erwarten würde.
Die Geschichte wird abwechselnd in der Ich-Perspektive von Lynn und Juri erzählt, obwohl die Perspektive von Lynn etwas überwiegt. Jedes Kapitel beginnt mit einer Art Spruch oder Weisheit, was ich sehr erfrischend und poetisch fand. Meist fassen diese die Grundstimmung des folgenden Kapitels gut zusammen.

Die Grundidee klingt zum Großteil innovativ: Lynn soll eine entführte Prinzessin des Mondes sein, der genauso bevölkert ist wie die Erde. Auf der Erde führt sie ein eher bescheidenes Leben, ihr einziger Lichtpunkt ist ihr Kampftraining. Als sie von ihrer wahren Bestimmung erfährt, ist sie natürlich erstmal geschockt, folgt dem Mondkrieger Juri aber auf den Mond. Und bis dahin fand ich die Geschichte und auch die Figuren noch großartig.

Leider ging es dann eher bergab. Lynn nimmt ihre neue Identität nach kurzem Unglauben eher schnell an, scheint sich aber nicht viel für ihre neue Umgebung zu interessieren. Auch die Autorin baut hier vieles zu wenig aus. Man erfährt zwar die Vergangenheit, wie es zu den Menschen und den Mondkindern gekommen ist, und auch die Fähigkeiten der Bewohner der anderen Planeten werden kurz erwähnt, als Lynn sich den drei Prinzen stellen muss. Vieles, z. B. was während Lynns Zeit auf der Erde passiert ist, bleibt aber im Dunkeln.
Die Liebesgeschichte war ziemlich vorhersehbar, was nicht schlimm wäre, wenn sie nicht so oberflächlich gewesen wäre. Oberflächlich ist ein Wort, was die gesamte Story ziemlich gut beschreibt. Ava Reed hat sich hier wirklich einen interessanten Plot überlegt, mit dem man viel anfangen hätte können. Das Ganze wird aber in nur 250 Seiten gepresst, was dieser interessanten Geschichte nicht gerecht wird.

Es wirkt alles etwas gehetzt, vor allem das Ende. Alles überschlägt sich auf einmal und man steht als Leser dann ziemlich perplex da und fragt sich, war das jetzt wirklich alles? Aufgrund der Kürze und wenig Tiefgang konnte mich das Ende auch nicht emotional mitnehmen.

Fazit:
Mondprinzessin hätte eine interessante und neuartige Grundgeschichte zu bieten, leider ist die Umsetzung nicht ganz gelungen. Es blieb alles viel zu oberflächlich. Den Figuren fehlte es an Tiefgang und das Ende wirkte ziemlich gehetzt.
Rein aus Interesse werde ich aber wohl den zweiten Teil auch lesen.

Bewertung: