Blogtour: Charaktervorstellung Eirik & Lynn

Willkommen zu meinem heutigen Beitrag anlässlich der Blogtour zur Grenzen-Saga von Rebekka Mand!
Ich habe heute die Ehre, euch die Hauptprotagonisten Eirik und Lynn näher vorzustellen bzw. machen sie das sogar selbst.
Zuerst einige Daten zu Eirik:

Steckbrief Eirik

Name: Eirik Karrsson
Alter: 25 Jahre
Geburtsort: Limfjord, Jütland
Haarfarbe: dunkelbraun
Augenfarbe: blau
Familie: Karr (Vater)
Grima (Mutter)
Runolf, Kari (Brüder)
Thorve, Aesa, Finna (Schwestern)

Und nun wird er mir noch ein paar Fragen beantworten:
Du hast in deinem Leben schon viel erlebt. Erzähl uns doch kurz etwas über dein bisheriges Leben.
Schon als Kind wurde ich niemals den Anforderungen gerecht, die mein Vater und der Rest der Familie an mich stellten. Ich wollte immer nur eines – zur See fahren, kämpfen, Ruhm erwerben. An der Seite von Svein Dreifinger, bei dem ich als junger Bursche anheuerte, wäre es mir beinahe gelungen, damals als Söldner in Byzanz. Mit dem Schwert in der Hand, einer Bruderschaft im Rücken und den Planken der Waelkyrige unter den Füßen. Ich bin nie glücklicher gewesen als damals. Doch dann kam mir dieses verfluchte Versprechen in die Quere, das mich zurück nach Hause zwang. Von da an ging es nur noch abwärts. Svana, der Zweikampf auf dem Thing, dieser elende Fluch, der mich seither verfolgte! Erst, als ich Lynn traf, schien es endlich wieder bergauf zu gehen. Sie allein vermag es, den vargr in Schach zu halten. Dafür stehe ich auf ewig in ihrer Schuld. Aber bitte, bei Ódin, das darf sie nie erfahren!

Von mir wird sie kein Sterbenswörtchen erfahren, versprochen.
Eirik, wie würdest du dich selbst in wenigen Worten beschreiben?

Mich selbst beschreiben – wie soll das gehen, verflucht? Mein Vater schimpfte mich oft eine Plage, meine Mutter ein Göttergeschenk. Ich weiß nicht, was schlimmer ist. Ich sage, was ich denke. Das bringt mich öfter in Schwierigkeiten, als das es mir nützt, aber was soll’s? Ich bin ehrlich und stehe zu dem, was ich tue. Ich lasse mich von niemandem verbiegen, von niemandem beherrschen. Reicht dir das? Ich bin nicht eines dieser Waschweiber, die ihr Inneres vor aller Welt offenlegen.

Und wie würdest du Lynn beschreiben?
Lynn … aus ihr werde ich nicht schlau. Sie ist seltsam, versponnen. Hat diese Sehnsucht in den Augen. Dieses verfluchte valhöl haftet an ihr. Sie wirkt so unscheinbar und zerbrechlich, aber gleichzeitig ist sie störrisch wie ein Esel. Und bei Ódin, sie hat Mut. Habe selten ein mutigeres Mädchen getroffen. Leider denkt sie oft nicht nach, bevor sie handelt und bringt sich damit in Gefahr. Die Götter allein wissen, wie sie es bisher geschafft hat, zu überleben.

Und zum Schluss, was wünschst du dir für deine Zukunft?
Ich sollte wirklich keine Wünsche äußern und die Göttern damit herausfordern. Aber ich kann nicht anders. Ein Schiff, eine Mannschaft und vielleicht … nur vielleicht, dieses seltsam versponnene Mädchen, das daheim – wo auch immer das sein mag – auf mich wartet.

Steckbrief Lynn

Name: Lynn Ní Ríann
Alter: 18 Jahre
Geburtsort: Ríanns Tír, Aontrim, Skotia
Haarfarbe: rot
Augenfarbe: grün
Familie: Ríann Ó Caellaigh (Vater)
Morag Ní Ronan (Mutter)

Auch Lynn hat sich bereit erklärt, mir ein paar Fragen zu beantworten, damit ihr sie besser kennenlernt.
Erzähl uns doch bitte auch etwas über dein bisheriges Leben.
Ich führte ein behütetes Leben, bevor Olav Hjalmarrsson kam und mich zum Nordweg verschleppte. Ich war keine verwöhnte Göre, meines Vaters Königreich war alles andere als reich. Aber dennoch schätzte ich mich glücklich. Olav nahm mir dies alles. Meine Kindheit, meine Heimat. Meinen Vater. Auf einmal war ich ganz allein, hatte niemanden mehr. Nichts, woran ich mich festhalten konnte. Nur diesen Schwur, den ich meinem Vater gab und die vage Aussicht, ihn vielleicht irgendwann wiederzusehen. Dort drüben in valhöl. Die Sehnsucht danach verzehrte mich beinahe. Das und der Wunsch, zurück nach Hause zu finden. In Ture, Olavs Sohn, fand ich einen Freund … mehr als das. Trotzdem fühlte ich mich immerzu einsam. Ich gehörte nicht dazu, seine Welt war mir fremd. Als Eirik aufkreuzte, wusste ich zunächst nicht, ob ich ihm vertrauen konnte … das weiß ich eigentlich bis heute nicht. Aber er gab mir etwas zurück, was ich verloren geglaubt hatte – die Hoffnung, dass eines Tages alles gut werden könnte. Dass ich mein Versprechen erfüllen kann. Und den Weg zurück nach Hause finde.

Lynn, wie würdest du dich selbst beschreiben?
Es fällt mir schwer, das zu tun. Ich war so lange unsichtbar. Manchmal … ziemlich oft … bin ich unsicher und hadere mit meinen Entscheidungen. Und ich habe Angst davor, irgendwann so kalt und berechnend zu werden wie meine Mutter. Ich fürchte jedoch, viele meiner Entscheidungen führen mich geradewegs dorthin. Aber ich bin auch jemand, der sich seinen Ängsten stellt und keinen Konflikt scheut. Für die, die ich liebe, bin ich da. Immer und jederzeit. Ich bin stolz darauf, eine Tochter Aontrims zu sein. Niemals würde ich meine Wurzeln verleugnen, auch, wenn ich lange Zeit nicht in der Heimat gewesen bin.

Und wie beschreibst du Eirik in wenigen Worten?
Das ist kaum möglich. Er ist ein wandelnder Widerspruch. Stolz, kriegerisch, zielstrebig, zynisch, unglaublich stur … Aber auch witzig, beschützend, sanft. Ich glaube, er hat ein gutes Herz unter all dem Getue. Und er hat Angst vor so vielem, vor dem Schicksal, dem Zorn seiner Götter, dem Verlust von Dingen und Menschen, die ihm wichtig sind. Ich könnte ewig so weiter machen, aber ich schätze, das waren schon mehr als ein paar wenige Worte …

Wie stellst du dir deine Zukunft vor?
Ich war so lange verloren. Ich möchte einfach irgendwo Wurzeln schlagen.

Vielen Dank, dass ihr euch meinen Lesern vorgestellt habt.


Und jetzt habe ich noch etwas ganz Besonderes für euch. Die Illustratorin Petra Rudolf, die auch die wunderbaren Cover zur Grenzen-Saga gestaltet hat, hat eine Skizze von Eirik und Lynn angefertigt. Von einer bestimmten Szene, die ich euch auch nicht vorenthalten will. Viel Spaß 🙂

© Petra Rudolf

Er spritzte sich Wasser ins Gesicht und in den Nacken, machte eine hohle Hand und trank daraus einen tiefen Schluck. Dann bemerkte er die Frau, die unweit seines Rastplatzes im Fluss badete. Sie stand bis zur Hüfte im Wasser und wrang sich das Haar aus. Langsam, um sie nicht auf sich aufmerksam zu machen, zog er sich vom Ufer zurück. Sein Herz raste wie verrückt. Fürchtete er sich jetzt schon vor einem Weib? Er sah genauer hin. Einem hageren Weib, berichtigte er sich. Kaum mehr als ein Mädchen. Wirklich kein Grund zur Besorgnis. Er trat aus der Deckung hervor auf die Lichtung. Als das Mädchen ihn entdeckte, zuckte sie zusammen und verbarg ihre Brust hinter ihren überkreuzten Armen. Rasch flog ihr Blick zu den Kleidern, die als ein unordentlicher Haufen am Ufer lagen. „Wer bist du?“, fragte sie. Ihre Unterlippe schlotterte. Eirik wusste, dass das Wasser eisig war. Um sie nicht zu erschrecken, nahm er langsam ihre Kleidung auf und hielt sie ihr entgegen. Gleichzeitig wandte er das Gesicht von ihr ab. Sein Arm begann zu zittern, während er wartete. „Willst du da drin erfrieren? Jetzt mach schon, bevor ich Wurzeln schlage“, schimpfte er. „Leg sie wieder hin“, forderte sie mit fester Stimme. „Leg sie hin und gehe zehn Schritte rückwärts bis zu der Birke dort. Dreh mir den Rücken zu und leg deine Hände über deinen Kopf an den Stamm.“ Er lachte auf, doch als er ihrem entschlossenen Blick begegnete, seufzte er ergeben und beugte sich ihrem Willen. Schmunzelnd wich er zurück, bis er die raue Borke des Baumes spürte. Sie zog die Braue hoch, als er nicht weiter reagierte, und er drehte sich zähneknirschend um und legte seine Hände auf den Stamm. „Ich bin unbewaffnet“, erklärte er über seine Schulter hinweg und hörte das Plätschern des Wassers, als sie an den Strand watete. „Unbewaffnet? Du meinst bis auf den Dolch, den du unter deinem Hemd verbirgst“, antwortete sie.
© Rebekka Mand, Von den Grenzen der Erde


Wer jetzt neugierig auf Lynn und Eirik geworden ist und sie noch besser kennenlernen will, sollte bei unserem Gewinnspiel mitmachen:

Beantwortet eine einfache Frage auf einem oder mehreren der teilnehmenden Blogs und schon seid ihr dabei! Auf je mehr Blogs ihr eure Antworten hinterlasst, umso größer sind natürlich die Gewinnchancen.

Die heutige Frage lautet: Wie würdet ihr euch euer Leben im 9. Jahrhundert vorstellen? Wärt ihr ein furchtloser Wikinger, der auf víking fährt, oder würdet ihr eher ein ruhiges Leben auf dem Land bevorzugen?
Und das könnt ihr gewinnen:
1. Preis: Eine signierte Printausgabe eines Bandes der Grenzen-Saga nach Wahl!
2. Preis: Ein “Goodie-Überraschungspaket” mit Leseproben, Lesezeichen, Postkarten und der einen oder anderen Überraschung ausgewählter Qindie-Autoren!

Teilnahmebedingungen:
Das Gewinnspiel beginnt am 15.09 und endet am 24.09.2017 um 23:59 Uhr.
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren oder ab 14 Jahren mit der Erlaubnis der Erziehungsberechtigten möglich.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, E-Mail Adressen oder Pseudonyme sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Teilnahmeberechtigt sind Personen mit einer Versandadresse innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet.
Der Gewinner wird am 25.09. nach dem Zufallsprinzip ermittelt und auf dem Blog von Rebekka Mand bekannt gegeben.
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Kein Ersatz bei Verlust/Beschädigungen auf dem Postweg.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich drücke euch die Daumen für das Gewinnspiel! 🙂

  • ich wäre für beides da ich auch sehr Abenteuer lustig bin und mal das Leben eines Wikingers zu erleben doch echt mal ne neue Erfahrung für mich wäre und da glatt auch an Wiki denken muss 🙂
    VLG Jenny

  • Hi! Eine tolle Vorstellung, da hat man schon ein bisschen ein Bild der Figuren vor sich 🙂

    Ich selber würde wohl gerne Abenteuer erleben, aber eine Frau zwischen all den rauen Männern, ob das so eine gute Idee ist weiß ich nicht *lach*
    Ich denke, auch das Leben am Land hätte einige Abenteuer zu bieten!

    Liebste Grüße, Aleshanee

  • Ich würde mir dann lieber ein ruhiges Leben auf dem Land wünschen.

    Liebe Grüße,
    Daniela

  • Hallo 🙂
    ich würde mich verkriechen und ein ruhiges Leben führen, das ist mir zu rau.
    LG Manu