Rezension: Himmelsfeuer


Titel: Himmelsfeuer

Autorin: Dania Dicken

ASIN: B00NPBKA5Q

Seiten: 589

E-Book

 

 

 

Inhalt:
Die 18-jährige Caelidh führt ein Leben im Verborgenen: Sie gehört der Schwesternschaft der Klinge an, einer verbotenen Vereinigung von gelehrten Kriegerinnen. Ihr zurückgezogenes Leben im Exil findet ein jähes Ende, als sie von einem Überfall auf ihr Heimatdorf erfährt: Soldaten haben es verwüstet und ihre geliebte Schwester Fianna verschleppt, um sie dem König als Sklavin zu bringen.
Einzig Fiannas verzweifelter Ehemann bringt den Mut auf, gemeinsam mit Caelidh das Unmögliche zu wagen: Sie wollen Fianna befreien. Doch das ist nur der Anfang eines beschwerlichen, gefahrvollen Weges ins Ungewisse…

Quelle: Dania Dicken

Meine Meinung:
In Himmelsfeuer entführt uns die Autorin Dania Dicken in eine mittelalterlich angehauchte Welt, in der der Leser die Protagonistin Caelidh auf die gefährliche Suche nach ihrer entführten Schwester begleitet.
Die Geschichte beginnt aber erst mal friedlich, in dem wir Caelidh auf die Hochzeit ihrer Schwester Fianna begleiten. Geschildert wird alles in der Ich-Perspektive der jungen Frau, was für mich sowieso meistens ein großer Pluspunkt ist, da man somit einen viel besseren Einblick in die Gedanken und Gefühle der Figuren erhält.
Durch diesen eher sanften Einstieg erfährt man auch schon viel über die Welt, in der das Ganze spielt.
Wir befinden uns in einem Land, das von einem Tyrannen beherrscht wird, der einen Dämonenkult anführt. Der König hat außerdem die Schwesternschaft der Klinge verboten, der Caelidh angehört und die somit im Verborgenen leben muss.
Fantasyelemente kommen zu Beginn, abgesehen von den Göttern, an die der Großteil der Bevölkerung glaubt, sehr wenige vor und dies zieht sich leider auch die ganze Handlung ziemlich durch. Zum Ende treten zwar doch zwei, ich nenne es mal, Fantasywesen auf, aber diese spielen nicht sehr lange eine Rolle. Diese Tatsache fand ich etwas schade, da ich mich auf einen Fantasyroman gefreut hätte.

Durch den Schreibstil der Autorin, der sehr klar und einfach ist, war es leicht, der Geschichte zu folgen. Doch leider lag der Fokus viel mehr auf den alltäglichen Szenen und die Teile, die Spannung versprachen, wurden eher schnell abgehandelt. Es war zwar nicht so, dass ich mich den Rest der Handlung gelangweilt habe, doch ich hätte mir mehr Spannung gewünscht und Szenen, auf die ich hinfiebern kann. Etliche Tipp- und Rechtschreibfehler haben leider auch meinen Lesefluss etwas gebremst.

Mit der Hauptprotagonisten Caelidh wurde ich recht schnell warm. Sie ist eine starke junge Frau, die sich in ihrer patriarchalischen Welt behauptet und mit ihrer Einstellung, auch andere Personen dazu anstößt, über die Zustände in ihrem Land nachzudenken. Von Fianna, ihrer Schwester hingegen war ich zunehmend genervt, wie sie mit ihrer eigenen Situation umging und sich gegenüber Caelidh verhalten hat. Die anderen Figuren blieben angesichts des Ich-Erzählers etwas im Dunkeln.
Probleme hatte ich zwar mit der Liebesgeschichte, die sich entwickelt, da sie mir etwas zu vorhersehbar und typisch war. Trotzdem gefiel mir der Gedanke, welche Macht Liebe hat, in der Geschichte sehr gut.

Die Geschichte endet nicht mit der Reise, sondern der Leser begleitet die Figuren auch noch dabei, wie sie die Geschehnisse verdauen und zur Ruhe kommen.

Fazit:
Himmelsfeuer verspricht eine abenteuerliche Reise, bietet aber dann doch eher eine Geschichte, die nicht unbedingt vor Spannung strotzt. Die Autorin legt den Fokus viel zu sehr auf ruhigere Szenen und erzählt die handlungstragenden Abschnitte viel zu schnell und ungenau.
Trotzdem entwirft sie eine interessante Welt, die sich mit dem Thema Patriarchat stark auseinandersetzt. Ein paar mehr Fantasyelemente wären wünschenswert gewesen.

Bewertung:

Vielen Dank an Dania Dicken für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!