Rezension: Von den Hütern der Schlange


Titel: Von den Hütern der Schlange

Autorin: Rebekka Mand

ASIN: B0180TX1GM

Seiten: 634

E-Book

 
 
 
 
 

Inhalt:
Die Vergangenheit findet dich, egal wie gut du dich versteckst.
Und manchmal hat sie Zähne und Klauen.

Lynn hat den Schatz ihres Vaters gefunden: Neun Rubine, versteckt unter dem Baum ihrer Ahnen.
Ihr Geheimnis nimmt sie mit nach Jütland, wo sie bei Eiriks Familie endlich das Zuhause findet, nach dem sie sich so lange gesehnt hat. Aber sie kommt nicht zur Ruhe, denn die Steine tragen einen Fluch in sich, der Lynn in seinen Bann zieht. Sie verstrickt sich in einem Netz aus Lügen und Schuldgefühlen und erkennt dabei nicht, welches Unheil sich über ihr und Eirik zusammenbraut.
Denn auch Lynns Vater Ríann hatte ein Geheimnis. Zwanzig Jahre lag es zusammen mit den Rubinen in der Erde Skotias begraben, beinahe vergessen. Doch nun wird es für Lynn zur tödlichen Gefahr.

Quelle: Rebekka Mand

Meine Meinung:
In Von den Hütern der Schlange wird die Geschichte um Lynn und Eirik weitererzählt. Dazu fließt aber auch die Vergangenheit von Lynns Vater Ríann ein, die im ersten Buch schon leicht angedeutet wurde. Dies hat der ganzen Geschichte viel mehr Tiefe verliehen und man merkt, dass die Autorin viel Arbeit in das Weben ihrer Welt und die Geschichten ihrer Protagonisten gesteckt hat.

Wir reisen dieses Mal mit Lynn und Eirik in noch unbekannte Länder, begegnen vielen neuen Personen und erleben natürlich wieder viele Abenteuer. Alles läuft darauf hinaus, dass Lynn ihrer Vergangenheit nicht davon laufen kann. Wie schon im ersten Teil entstehen mehrfach Konflikte dadurch, dass Lynn und Eirik einfach unverbesserliche Sturköpfe sind, nicht aus ihrer Haut können und sich gegenseitig oft genug verletzen. Die Spannung zwischen den beiden Protagonisten war wie schon im ersten Band spürbar zu greifen und ich habe wieder mit beiden mitgefiebert.

Auf eine kleine Schwäche muss ich im Vergleich zum grandiosen ersten Band Von den Grenzen der Erde schon hinweisen. Darin hat mir vor allem gefallen, dass die Figuren für mich sehr greifbar waren. Ich konnte mit ihnen mitfühlen und dank der ausführlichen Charakterisierung hatte ich ein genaues Bild von ihnen im Kopf. Das hat mir bei Von den Hütern der Schlange etwas gefehlt. Es wurden natürlich auch in dieser Geschichte viele neue Figuren eingeführt, die für die Handlung wichtig waren. Doch sie bleiben mir etwas zu blass. Mir fehlte die Tiefe und deswegen hielt ich mich eher an die bekannten Personen.

Trotzdem brilliert auch der zweite Teil wieder mit dem besonderen Schreibstil von Rebekka Mand, die wahre Welten mit ihren Worten entstehen lässt. Man merkt, dass die Worte richtig gewählt wurden, um zum einen die Geschichte authentisch wirken zu lassen, aber auch einen Hang Mystik und Geheimnisse miteinfließen zu lassen.

Meist sind die zweiten Teile einer Trilogie immer etwas schwächer und dienen eher dazu auf das große Finale hinzuführen. Das war hier gar nicht der Fall, da die Geschichte sogar ein einigermaßen abgeschlossenes Ende hat und den Leser nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurücklässt. Dies schmälert aber auf keinen Fall die Vorfreude auf den dritten Band, der nächstes Jahr erscheinen soll.

Fazit:
Trotz einer kleinen Schwäche – der fehlenden Tiefe der neu eingeführten Personen – konnte mich auch der zweite Band der Wikingertrilogie Von den Hütern der Schlange überzeugen. Ein wunderbar historischer Roman mit Protagonisten, die man einfach lieben und ab und zu auch hassen muss. Ich freue mich schon riesig auf den Abschlussband.

Bewertung:

Vielen Dank an Rebekka Mand für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Reiheninformation:
1. Von den Grenzen der Erde
2. Von den Hütern der Schlange
3. Von den Herrschern der See