Rezension: Die Bibliothek der schwarzen Magie – Die Wissende


Titel: Die Bibliothek der schwarzen Magie – Die Wissende

Autor: Christopher Nuttall

Verlag: blanvalet

ISBN: 978-3-442-26405-6

Seiten: 476

Taschenbuch

 
 
 

Inhalt:
Elaines magische Gabe ist bestenfalls durchschnittlich und reicht gerade aus, um ihr eine Stellung in der Großen Bibliothek der Goldenen Stadt zu verschaffen. Aus Versehen löst sie dort einen uralten Zauber aus, der das gesamte Wissen der Bibliothek in ihren Kopf überträgt. Obwohl Elaine die dazugehörige Magie fehlt, lenkt ihre Kenntnis der stärksten Zaubersprüche die Aufmerksamkeit der Mächtigen auf sie. Doch noch während sie darum ringt, mehr als eine Trophäe des Adels zu sein, kommt ihr ein schrecklicher Verdacht. War der Vorfall von langer Hand geplant?

Quelle: blanvalet

Meine Meinung:
Ein Buch über eine Bibliothek und Lesen? Immer her damit, dachte ich mir, als ich letztes Jahr diesen Klappentext entdeckt habe. Nach einem Jahr befreite ich das Buch nun endlich von meinem SuB.

Die Geschichte wird aus der 3. Person erzählt. Dabei verfolgen wir als Leser, abgesehen vom Prolog, immer die Hauptprotagonistin Elaine. Diese arbeitet in der Großen Bibliothek und ist hier zuständig dafür, dass die Besucher die Bücher bekommen, die sie brauchen. Als sie von ihrer Vorgesetzten den Auftrag bekommt, eine Bücherlieferung von einem verstorbenen Herzog zu öffnen und zu katalogisieren, trifft sie ein Fluch. Mit einem Mal besitzt sie das gesamte Wissen der Bibliothek in ihrem Kopf. Dies macht sie für viele zu einer begehrenswerten Person, da ein neuer Erzhexer erwählt werden muss.
Der Leser begleitet Elaine auf einer Reise nach den Hintergründen des Fluches und stößt dabei auf viele Geheimnisse und mächtige Feinde.

Elaine war mir zuerst ziemlich sympathisch. Sie arbeitet, wie schon erwähnt, in der Bibliothek und leidet darunter, dass sie ein Waisenkind ist und auch nicht sehr viel Zauberkraft besitzt. Außerdem trifft sie oft auf ihre Erzfeindin Millicent, die sie schon in der Schule gemobbt hat.
Doch Elaines naive Art, vor allem, was Männer und die Liebe angeht, hat mich dann doch gestört. Die Liebesbeziehung überhaupt in diesem Buch beschränkt sich dann hauptsächlich auf das körperliche und ich hatte das Gefühl, dass diese nur eingeführt wurde, damit sie halt vorhanden ist.
Im Endeffekt hat sich Elaine aber im Verlauf der Geschichte von einer kleinen unscheinbaren Person zu einer Heldin gemausert, die selbstlos handelt.
Die Personengestaltung im Allgemeinen blieb für mich etwas schwammig. Man hat über die Protagonisten nur so viele Informationen erhalten wie nötig. Mir fehlte dabei etwas die Tiefe und die Hintergrundgeschichten.

Der Schreibstil an sich konnte mich im Gegenzug wieder überzeugen. Schon alleine der Prolog hat mich ziemlich gefesselt, sowie die detailreiche und atmosphärische Einleitung im ersten Kapitel. Der Autor schafft es die Umgebung, sowie die ganze Atmosphäre sehr plastisch darzustellen, so dass ich keine Probleme hatte mir alles bildlich vorzustellen.
Leider mangelte es mir in der Mitte des Buches aber etwas am Spannungsbogen. Ich hatte dann ein ziemliches Tief und war nicht mehr richtig gefesselt von der Geschichte. Zum Ende hin legte sich das aber wieder und die letzten Seiten flogen nur so dahin.

Fazit:
In Die Bibliothek der schwarzen Magie – Die Wissende findet sich eine interessante Geschichte, um einen Fluch, der eine Reihe von Ereignissen auslöst, die erst am Ende zu einem Ganzen zusammenfließen.
Die Handlung an sich war spannend und innovativ, abgesehen von dem Tief in der Mitte, der Schreibstil von Christopher Nuttall sehr detailreich. Leider war die Gestaltung der Protagonisten und ihrer Hintergründe nicht so gut ausgearbeitet.
Trotzdem bin ich gespannt, wie es weitergeht und ich hoffe, dass die Folgebände ins Deutsche übersetzt werden.

Bewertung:

  • Also ich bin über das Tief nicht hinausgekommen udn hab das Buch erstmal zur Seite gelegt. Ich fand es sehr zähl. Hab schon von mehreren gehört, dass es zum Ende besser werden soll, aber es dauert wohl ein Weilchen, bis ich nochmal die Motivation aufbringe es zu versuchen.

    LG Sandra von Miss Page-Turner

  • Hallo Sandra,

    bei mir war das Tief aber auch vorprogrammiert, da ich zwischendurch ein anderes Buch für eine Leserunde gelesen habe. Trotzdem habe ich dann lange gebraucht, um wieder in die Geschichte hineinzufinden.
    Das Ende hat mich dann doch ein bisschen für die zähen Stellen entschädigt.
    Ich hoffe, dass du die Motivation dafür doch noch aufbringst und das Buch beenden kannst.

    Liebe Grüße,
    Lyiane