Rezension: Forbidden


Titel: Forbidden

Autorin: Tabitha Suzuma

Verlag: Oetinger

ISBN: 978-3-7891-4744-9

Seiten: 445

Gebunden

 

Inhalt:
Eine große Liebe – voller Leidenschaft und gegen alle Vernunft

Die sechzehnjährige Maya und ihr ein Jahr älterer Bruder Lochan kümmern sich um ihre drei jüngeren Geschwister, während ihre Mutter sich dem Alkohol und ihrem Liebhaber zuwendet. Verzweifelt versuchen die beiden, ihre Familie zu erhalten und kommen sich dabei immer näher. Sie wissen, was der andere denkt und fühlt, geben sich Halt und sind sich gegenseitig Trost. Eines Tages wird mehr aus ihrer Beziehung. Maya und Lochan wissen, dass sie etwas Verbotenes tun, aber ihre Gefühle sind stärker und sie können nicht mehr ohne den anderen sein. Denn: Wie kann sich etwas Falsches so richtig anfühlen?

Sensibel und eindringlich erzählt Tabitha Suzuma von einer bedingungslosen Liebe über alle Grenzen hinweg. Ein Tabuthema, dass bewegt, fesselt und lange nachklingt.

Quelle: Oetinger

 

Meine Meinung:
Forbidden ist jetzt kein Buch, das in mein übliches Leseschema passt und ich bin schon ein paar Mal gefragt, wie ich gerade zu diesem Buch gekommen bin.
Zum Teil war es wieder mal das Cover, aber irgendwie wollte ich mal eine aufrührende Geschichte lesen.
In Forbidden geht es, ganz kurz gesagt, um Inzucht. Ein Thema, das bei uns oft Kopfschütteln auslöst und über das sehr selten geredet wird.
Auch ich bin noch sehr zwiegespalten, was Inzucht angeht. Das konnte mir das Buch dann doch nicht nehmen, obwohl ich etwas anders darüber denke.

In der Geschichte geht es um Maya und Lochan, die sich um ihre kleineren Geschwister kümmern müssen, da ihre Mutter total unzuverlässig ist und nur andere Dinge im Kopf hat.
Die beiden waren mir von Anfang an sympathisch und ich wurde sofort in die Geschichte hineingezogen, da ich sofort wusste, dass die Situation wohl ausweglos für das Geschwisterpaar werden wird. Auch die Geschwister sind mir schnell ans Herz gewachsen, vor allem die kleine Willa und Tiffin. Kit ist ein typischer Teenager, der einige Probleme macht.

Tabitha Suzuma hat die Gefühle und Gedanken von Maya und Lochan wirklich sehr gut beschrieben.
Lochan ist sehr zurückhaltend und kann mit Gleichaltrigen so gut wie gar nicht sprechen. Deswegen ist Maya seine einzige wirkliche Freundin. Die beiden wissen lange Zeit nichts von ihren Gefühlen zueinander und entdecken sie erst nach und nach.
Als sie es sich endlich eingestehen, stehen sie natürlich vor einem großen Problem, denn die Liebe zwischen Geschwistern ist verboten. Immer wieder versuchen sie, ihre Gefühle zu unterdrücken und sich voneinander zu entfernen. Ohne Erfolg.

Die Geschichte von Maya und Lochan hat mich sehr mitgenommen. Die ganze Familiensituation, ihre Aufopferung für ihre Geschwister, die keiner wirklich würdigt, und dann die ausweglose Lage ihrer Liebe.

Das Ende war für mich total überraschend und hat mich wirklich sprachlos gemacht. Es geht sehr viel drunter und drüber und als ich das Buch zugeklappt habe, saß ich lange Zeit einfach nur da und entwirrte meine Gedanken.
Noch Tage später hat mich dieses Buch nicht losgelassen und ich habe immer wieder darüber nachgedacht.

 

Fazit:
Forbidden ist ein sehr emotionales Buch über ein Tabuthema.
Die Geschichte über Maya und Lochan hat mich nicht mehr losgelassen und zu Tränen gerührt.
Ich kann das Buch nur wirklich jedem weiterempfehlen, der sich mal mit diesem Thema auseinandersetzen will. Meine Sicht darauf hat es auf jeden Fall geändert.

 

Bewertung:

  • Schöne Rezension. Ich will dieses Buch auch so gerne lesen.!!! Nach deiner Rezension und Bewertung bin ich jetzt noch aufgeregter ;))

    Lg,
    Müni ;))