Rezension: Die Stadt des roten Todes


Titel: Die Stadt des roten Todes – Das Mädchen mit der Maske

Autorin: Bethany Griffin

Verlag: Goldmann

ISBN: 978-3-442-47819-4

Seiten: 343

Broschiert

 

Inhalt:
Die Geschichte spielt in einer Stadt, die von einer grauenhaften Seuche heimgesucht wird. Wer an dem „schwarzen Tod“ erkrankt, wird zum Ausgestoßenen. Nur die reiche Oberschicht kann sich die wertvollen Porzellanmasken leisten, welche die Krankheit abhalten sollen. Zu jener Oberschicht gehört auch Araby, die mit ihrer Freundin April durch Alkohol- und Drogenexzesse geht, um den Verlust ihres Bruders zu betäuben. Doch als sie Elliott, einen Revolutionär, kennen lernt, beginnt Araby ihre Augen wieder zu öffnen und begibt sich auf eine aufregende und schmerzhafte Reise.

Meine Meinung:
Die Wahrheit ist, dass ich immer noch nicht so recht weiß, was ich von diesem Buch halten soll. Einerseits ist da eine wirklich gute und spannende Grundidee, die einen durchaus fesselt. Andererseits gibt es aber so viele Ungereimtheiten, dass man sich nicht sicher ist, wie gut die Autorin diese Geschichte durchdacht hat.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und wirklich angenehm zu lesen. Die Stimmung der düsteren verfallenen Stadt ist gleich von Anfang an allgegenwärtig, man benötigt also nicht mehr viel Phantasie, um sich diese Stadt vorzustellen. Denn gleich zu Beginn wird eine Kutschenfahrt beschrieben, in der Araby die Stadt bei ihrem Untergang zusieht.

Die Protagonisten sind teilweise etwas sprunghaft und nicht immer finde ich ihre Handlungen nachvollziehbar. Aber wer weiß, wie man sich selbst in einer solchen hoffnungslosen Situation verhalten würde? Araby ist hin und hergerissen zwischen Will und Elliott. Der eine verkörpert den liebenswürdigen Lover, der andere den revolutionären Rabauken. Die Personen, die ich jedoch wirklich spannend finde, sind die Eltern von Araby, sowie der Prinz Prosperos. Man erfährt von ihnen nicht wirklich viel und dennoch haben sie einen großen Einfluss auf die Geschichte.

Was ich an dieser Geschichte nun nicht ganz verstehe sind die Masken bzw. ob diese auch wirklich vor der Krankheit schützen oder nicht. Denn die Masken werden nicht immer getragen und auch Personen, die keine Maske haben, können überleben. Ebenfalls finde ich es unlogisch, dass die einen Tiere an der Seuche verenden und andere, wie z.B. die Krokodile keinen Schaden davon tragen. Es bleibt nur zu hoffen, dass all meine Fragen im nächsten Band geklärt werden.

Auf dem letzten Drittel bekommt die Geschichte neuen Schwung. Denn eine neue Seuche, der „rote Tod“, rafft die Bevölkerung weiter dahin und niemand weiß, wie man sich davor schützen kann. Die Stadt versinkt im Chaos und die Charaktere machen noch eine größere Entwicklung durch bzw. zeigen ihr wahres Ich. Das Ende ist ziemlich gemein und man möchte eigentlich doch wissen, wie es weiter geht. Auch wenn es in sich geschlossen ist.

Mein Fazit:
Die Geschichte hat mich nicht wirklich gefesselt, obwohl sie nett zu lesen war. Was daran liegen könnte, dass ich mir immer gleich den Kopf zerbreche, wenn ich etwas nicht ganz logisch finde in einem Buch und mich das etwas ablenkt.
Da ich nun nicht auf den zweiten Teil brenne, bekommt dieses Buch von mir 2 Katzen.

Reiheninformation:
1. Die Stadt des roten Todes
2. Das Lied des roten Todes (erscheint am 17. Februar 2014)