Rezension: Das Schneemädchen


Titel: Das Schneemädchen

Autorin: Eowyn Ivey

Verlag: Kindler

ISBN: 978-3-463-40621-3

Seiten: 464

Gebunden

 
 
 

Inhalt:
Alaska, 1920: Mabel und Jack haben sich immer ein Kind gewünscht, aber nie eins bekommen.
Um einen Neuanfang zu wagen, ziehen sie nach Alaska und bauen ihre eigene Farm auf. Das Leben ist hart mitten in der Wildnis und die Jüngsten sind die beiden auch nicht mehr.
Beim ersten Schneefall überkommt Mabel und Jack kindischer Übermut und sie bauen ein Schneemädchen. Am nächsten Tag ist es verschwunden, doch ein kleines blondes Mädchen mit eisblauen Augen wandert durch die Bäume und hat sehr viel Ähnlichkeit mit dem Kind aus Schnee.

Meine Meinung:
Schon alleine als ich die Beschreibung und die Leseprobe auf vorablesen.de gelesen habe, war ich begeistert von diesem Buch und habe mich total gefreut, als mir dann gesagt wurde, dass ich es auch gewonnen habe.
Leider kam es sehr verspätet bei mir an. Dafür habe ich es auch in 4-5 Tagen ausgelesen.
Die Geschichte ist angelehnt an ein russisches Märchen, in dem es auch um ein altes Ehepaar geht, das sich ein Kind wünscht. Deren gebautes Schneemädchen wird echt, doch leider geht dieses Märchen immer schlecht aus.
Mir hat schon alleine der Hintergrund der Geschichte gefallen. Ein Paar, das in die Wildnis zieht und sich dort ein neues Leben aufbaut, finde ich sehr interessant. Es geht nicht nur um das Mädchen, sondern man erfährt auch sehr viel, wie eben das Leben von Mabel und Jack abläuft.
Alle Personen sind mir sehr ans Herz gewachsen, weil sie total authentisch beschrieben wurden. Die Probleme von Jack und Mabel waren nachvollziehbar. Faina war natürlich geheimnisvoll, hatte aber trotzdem etwas an sich, das ich sofort ins Herz geschlossen habe.
Die Landschaft Alaskas hatte ich direkt vor meinen Augen, da Eowyn Ivey die Atmosphäre und die Schönheit des Landes sehr gut beschrieben hat.
Das ganze Buch über hatte ich aber überhaupt keine Ahnung, wie es nun ausgehen wird. Man erfährt auch nicht wirklich so ganz, ob Faina das erwachte Schneemädchen war oder ob sie ein normales menschliches Kind war, das alleine in der Wildnis überleben konnte.
Ich bin mir auch noch ziemlich unsicher, wie ich das beurteilen soll.
Das Ende fand ich sehr traurig, obwohl die Personen im Buch mit der Situation gefasst umgehen konnten.

Fazit:
Ein wirklich tolles Buch, das Realität und Fantasy vermischt und mich sehr lange Zeit im Dunkeln gelassen hat, auch noch über das Ende der Geschichte hinaus.
Das Schneemädchen ist eindeutig ein Buch, das ich sehr gerne noch ein zweites oder drittes Mal lesen würde und durch das wunderschöne Cover ein Highlight in meinem Bücherregal ist.

Bewertung:

Vielen lieben Dank an Vorablesen und dem Kindler Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

  • Das Schneemädchen hat mich auch richtig gut gefallen. Und das Cover ist so schön *.*

    Was studierst du denn? Um bei einem Verlag zu landen kann man ja ziemlich viel studieren wie ich in den letzten Tagen festgestellt habe 😉

    Liebe Grüße,
    Filo

  • Ich studiere Germanistik im 3. Semester. Die ganzen Klassiker sind zwar nicht so meins, aber ich mache das Studium ja auch nur, um dann in einem Verlag zu arbeiten. Ich hoffe, dass das klappt.
    Nächsten Sommer möchte ich auch gerne ein Praktikum machen.

    Liebe Grüße
    Lyiane

  • Beschäftigt ihr euch nur mit "alter" Literatur?
    Dann drück ich dir die Daumen, dass du einen Platz bekommst 😉

    Liebe Grüße,
    Filo

  • Das Studium ist dreigeteilt: "Deutsche Sprache", "Ältere deutsche Literatur" und "Neuere deutsche Literatur". Das ist halt bei meiner Uni so, ich weiß nicht, ob das generell bei dem Fach Germanistik so ist.

    Leider gibt es in Österreich nicht so viele Verlage. Aber für das Praktikum ist es mir ja egal, in welchem Verlag ich mal hineinschnuppere. Später werde ich wahrscheinlich nach Deutschland ziehen.

    Liebe Grüße
    Lyiane