Sonntag, 24. September 2017

Blogtour: Der Weg in die Totenwelt

Herzlich willkommen am leider schon letzten Tag unserer Blogtour zur Grenzen-Saga von Rebekka Mand!

Bei mir geht es heute um die Totenwelt.
Wie schon in anderen Beiträgen erwähnt wurde und aus dem Klappentext zum ersten Band Von den Grenzen der Erde hervorgeht, hat Lynn, die Hauptprotagonistin, eine besondere Gabe: Sie kann in der Totenwelt wandeln.
Sie bemerkt dies zum ersten Mal, als ihr Vater stirbt, und dieser sie mit ins Totenreich nimmt. Natürlich weiß sie da noch nicht genau, dass sie über eine Gabe besitzt, und kann das Ganze noch nicht ganz begreifen:

Ríann nahm ihre Hand. Er führte sie durch das Licht, aber sie konnte nicht bestimmen, woher er die Gewissheit nahm, den richtigen Weg zu gehen, denn nach wie vor waren sie in strahlendes Weiß getaucht.
Schließlich löste sich der Nebel auf und offenbarte ihr den schönsten Anblick, den sie je gesehen hatte. Es war, als würde die Kraft ihrer Augen nicht ausreichen, um all das aufzunehmen. Das Bild brannte sich in ihr Herz und entfachte dort eine tiefe Sehnsucht, die all ihre bisherigen Bedürfnisse und Wünsche in den Schatten stellte.
Sie standen in einem Meer von Blumen, die Lynn bis zur Hüfte reichten. Riesige Blütenkelche erstrahlten in den kühnsten Farben, von denen Lynn nicht einmal geahnt hatte, dass es sie überhaupt gab. Sie fühlte sich schläfrig, wollte sich auf den Blüten betten und für den Rest ihres Lebens oder auch den Rest der Ewigkeit diesen betörenden Duft atmen und diese Farben sehen.
Es ist so schön hier. Können wir nicht hier bleiben - gemeinsam?

©Rebekka Mand, Von den Grenzen der Erde

Zuerst nennt Lynn als Christin diesen Ort natürlich Himmel, erst später bei den Lochlannach, die sie entführten, lernt sie den Begriff valhöl kennen und benutzt ihn auch.
„Doch! Aber es ist ... unheimlich. Himmel - ist das der Ort, wo eure Toten hingehen?“
Lynn nickte. „Aber nur die getauften Christenmenschen. Alle anderen fahren in die Hölle. Auch du und deine Familie werden eines Tages in die Hölle gelangen, wenn ihr euch nicht zu Gott bekennt.“
Sverre unterdrückte ein Lachen. Er sah, dass Ture den Kopf schüttelte. „Unsere Toten gehen nach Hel, ins Totenreich. Es liegt unter der Erde und wird von Lokis Tochter bewacht. Die, die auf See sterben, werden von Rán – Ægirs Weib – aufgenommen. Nur die tapfersten Krieger kommen nach valhöl, in Ódins Halle.“

©Rebekka Mand, Von den Grenzen der Erde

Rebekka Mand hat sich dabei einen Begriff aus der nordischen Mythologie ausgeborgt. Valhöll ist altnordisch und im Deutschen sagen wir Walhall oder Valhalla dazu. In der Mythologie ist dies der Ruheort der in der Schlacht gefallenen Kämpfer. Man stellte sich eine prächtige Halle vor, die in Odins Burg Gladsheim in Asgard gelegen ist. Es ist so gesehen das Paradies für die Kämpfer, denn tagsüber messen sie sich im Zweikampf und abends vergnügen sie sich bei Met und Bier. Bedient werden sie dabei von den Walküren, denen auch die Aufgabe zufällt, die gefallenen Kämpfer auf dem Schlachtfeld auszusuchen und nach Walhall zu bringen.
In mehreren Überlieferungen wird erzählt, dass man, bevor man Odins Halle findet, grüne Landschaften oder dunkle Täler durchqueren musste.

Lynn hadert sehr lange mit ihrer Gabe, da sie diese oftmals in Gefahr bringt. Im dritten Band Von den Herrschern der See tritt ihre Gabe wieder verstärkt in den Vordergrund und verbindet sich mit dem Fluch der Blutstränen, von dem euch Ann-Sophie in ihrem Beitrag schon erzählt hat.
Lynn erfährt nämlich von den Druidinnen Brae und Beathas, woher ihre Gabe stammt.
Sie zitterte. Sollte das alles wahr sein, so wäre sie die Nachfahrin eines keltischen Gottes. Das klang verrückt. Das war verrückt! Und doch – sie hatte diese Gabe. Sie konnte nach valhöl gehen.
Nein, nicht valhöl, Mag Mor.

©Rebekka Mand, Von den Herrschern der See

Sie erfährt, dass sie die Nachfahrin des Gottes Midirs sein soll, der über die Anderswelt herrscht. Die Anderswelt stammt aus der keltischen Mythologie. Dabei handelt es sich in der Mythologie nicht um eine Unterwelt, sondern um eine Welt, die direkt neben unserer vertrauten Welt existiert. Ihr kennt doch sicher alle die Geschichten von den Feen in Irland, diese leben in der Anderswelt. Es gibt so genannte Schwellenorte, an denen ein Übergang möglich ist. Eine andere Anderswelt, die auch literarisch gerne verarbeitet wird, ist Avalon, die letzte Ruhestätte von König Artus.
Mag Mór ist irisch und bezeichnet die „Große Ebene“, das ist das mystische Irland, das von Midir beherrscht wird.
Rebekka Mand macht Midir in ihrer Erzählung zum keltischen Gott und somit zum Beherrscher der Unterwelt.

Mehr will ich euch darüber gar nicht erzählen, aber ich hoffe, ich konnte euch etwas neugierig auf Lynns Gabe und die mythischen Einflüsse machen.
Und natürlich gibt es auch heute eine Gewinnspielfrage:

Beantwortet eine einfache Frage auf einem oder mehreren der teilnehmenden Blogs und schon seid ihr dabei! Auf je mehr Blogs ihr eure Antworten hinterlasst, umso größer sind natürlich die Gewinnchancen.

Die heutige Frage lautet: Wenn ihr die Gabe hättet, wie Lynn die Totenwelt zu besuchen, würdet ihr euch in Gefahr begeben und sie nutzen, um eure Verstorbenen zu sehen, oder die Toten ruhen lassen?


Und das könnt ihr gewinnen:
1. Preis: Eine signierte Printausgabe eines Bandes der Grenzen-Saga nach Wahl!
2. Preis: Ein "Goodie-Überraschungspaket" mit Leseproben, Lesezeichen, Postkarten und der einen oder anderen Überraschung ausgewählter Qindie-Autoren!

Teilnahmebedingungen:
Das Gewinnspiel beginnt am 15.09 und endet am 24.09.2017 um 23:59 Uhr.
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren oder ab 14 Jahren mit der Erlaubnis der Erziehungsberechtigten möglich.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, E-Mail Adressen oder Pseudonyme sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Teilnahmeberechtigt sind Personen mit einer Versandadresse innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet.
Der Gewinner wird am 25.09. nach dem Zufallsprinzip ermittelt und auf dem Blog von Rebekka Mand bekannt gegeben.
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Kein Ersatz bei Verlust/Beschädigungen auf dem Postweg.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich drücke euch die Daumen für das Gewinnspiel! :-)

Montag, 18. September 2017

Blogtour: Charaktervorstellung Eirik & Lynn

Willkommen zu meinem heutigen Beitrag anlässlich der Blogtour zur Grenzen-Saga von Rebekka Mand!
Ich habe heute die Ehre, euch die Hauptprotagonisten Eirik und Lynn näher vorzustellen bzw. machen sie das sogar selbst.
Zuerst einige Daten zu Eirik:

Steckbrief Eirik
Name: Eirik Karrsson
Alter: 25 Jahre
Geburtsort: Limfjord, Jütland
Haarfarbe: dunkelbraun
Augenfarbe: blau
Familie: Karr (Vater)
Grima (Mutter)
Runolf, Kari (Brüder)
Thorve, Aesa, Finna (Schwestern)
Und nun wird er mir noch ein paar Fragen beantworten:
Du hast in deinem Leben schon viel erlebt. Erzähl uns doch kurz etwas über dein bisheriges Leben.
Schon als Kind wurde ich niemals den Anforderungen gerecht, die mein Vater und der Rest der Familie an mich stellten. Ich wollte immer nur eines - zur See fahren, kämpfen, Ruhm erwerben. An der Seite von Svein Dreifinger, bei dem ich als junger Bursche anheuerte, wäre es mir beinahe gelungen, damals als Söldner in Byzanz. Mit dem Schwert in der Hand, einer Bruderschaft im Rücken und den Planken der Waelkyrige unter den Füßen. Ich bin nie glücklicher gewesen als damals. Doch dann kam mir dieses verfluchte Versprechen in die Quere, das mich zurück nach Hause zwang. Von da an ging es nur noch abwärts. Svana, der Zweikampf auf dem Thing, dieser elende Fluch, der mich seither verfolgte! Erst, als ich Lynn traf, schien es endlich wieder bergauf zu gehen. Sie allein vermag es, den vargr in Schach zu halten. Dafür stehe ich auf ewig in ihrer Schuld. Aber bitte, bei Ódin, das darf sie nie erfahren!

Von mir wird sie kein Sterbenswörtchen erfahren, versprochen.
Eirik, wie würdest du dich selbst in wenigen Worten beschreiben?

Mich selbst beschreiben - wie soll das gehen, verflucht? Mein Vater schimpfte mich oft eine Plage, meine Mutter ein Göttergeschenk. Ich weiß nicht, was schlimmer ist. Ich sage, was ich denke. Das bringt mich öfter in Schwierigkeiten, als das es mir nützt, aber was soll’s? Ich bin ehrlich und stehe zu dem, was ich tue. Ich lasse mich von niemandem verbiegen, von niemandem beherrschen. Reicht dir das? Ich bin nicht eines dieser Waschweiber, die ihr Inneres vor aller Welt offenlegen.

Und wie würdest du Lynn beschreiben?
Lynn … aus ihr werde ich nicht schlau. Sie ist seltsam, versponnen. Hat diese Sehnsucht in den Augen. Dieses verfluchte valhöl haftet an ihr. Sie wirkt so unscheinbar und zerbrechlich, aber gleichzeitig ist sie störrisch wie ein Esel. Und bei Ódin, sie hat Mut. Habe selten ein mutigeres Mädchen getroffen. Leider denkt sie oft nicht nach, bevor sie handelt und bringt sich damit in Gefahr. Die Götter allein wissen, wie sie es bisher geschafft hat, zu überleben.

Und zum Schluss, was wünschst du dir für deine Zukunft?
Ich sollte wirklich keine Wünsche äußern und die Göttern damit herausfordern. Aber ich kann nicht anders. Ein Schiff, eine Mannschaft und vielleicht … nur vielleicht, dieses seltsam versponnene Mädchen, das daheim - wo auch immer das sein mag - auf mich wartet.

Steckbrief Lynn
Name: Lynn Ní Ríann
Alter: 18 Jahre
Geburtsort: Ríanns Tír, Aontrim, Skotia
Haarfarbe: rot
Augenfarbe: grün
Familie: Ríann Ó Caellaigh (Vater)
Morag Ní Ronan (Mutter)
Auch Lynn hat sich bereit erklärt, mir ein paar Fragen zu beantworten, damit ihr sie besser kennenlernt.
Erzähl uns doch bitte auch etwas über dein bisheriges Leben.
Ich führte ein behütetes Leben, bevor Olav Hjalmarrsson kam und mich zum Nordweg verschleppte. Ich war keine verwöhnte Göre, meines Vaters Königreich war alles andere als reich. Aber dennoch schätzte ich mich glücklich. Olav nahm mir dies alles. Meine Kindheit, meine Heimat. Meinen Vater. Auf einmal war ich ganz allein, hatte niemanden mehr. Nichts, woran ich mich festhalten konnte. Nur diesen Schwur, den ich meinem Vater gab und die vage Aussicht, ihn vielleicht irgendwann wiederzusehen. Dort drüben in valhöl. Die Sehnsucht danach verzehrte mich beinahe. Das und der Wunsch, zurück nach Hause zu finden. In Ture, Olavs Sohn, fand ich einen Freund … mehr als das. Trotzdem fühlte ich mich immerzu einsam. Ich gehörte nicht dazu, seine Welt war mir fremd. Als Eirik aufkreuzte, wusste ich zunächst nicht, ob ich ihm vertrauen konnte … das weiß ich eigentlich bis heute nicht. Aber er gab mir etwas zurück, was ich verloren geglaubt hatte - die Hoffnung, dass eines Tages alles gut werden könnte. Dass ich mein Versprechen erfüllen kann. Und den Weg zurück nach Hause finde.

Lynn, wie würdest du dich selbst beschreiben?
Es fällt mir schwer, das zu tun. Ich war so lange unsichtbar. Manchmal … ziemlich oft … bin ich unsicher und hadere mit meinen Entscheidungen. Und ich habe Angst davor, irgendwann so kalt und berechnend zu werden wie meine Mutter. Ich fürchte jedoch, viele meiner Entscheidungen führen mich geradewegs dorthin. Aber ich bin auch jemand, der sich seinen Ängsten stellt und keinen Konflikt scheut. Für die, die ich liebe, bin ich da. Immer und jederzeit. Ich bin stolz darauf, eine Tochter Aontrims zu sein. Niemals würde ich meine Wurzeln verleugnen, auch, wenn ich lange Zeit nicht in der Heimat gewesen bin.

Und wie beschreibst du Eirik in wenigen Worten?
Das ist kaum möglich. Er ist ein wandelnder Widerspruch. Stolz, kriegerisch, zielstrebig, zynisch, unglaublich stur … Aber auch witzig, beschützend, sanft. Ich glaube, er hat ein gutes Herz unter all dem Getue. Und er hat Angst vor so vielem, vor dem Schicksal, dem Zorn seiner Götter, dem Verlust von Dingen und Menschen, die ihm wichtig sind. Ich könnte ewig so weiter machen, aber ich schätze, das waren schon mehr als ein paar wenige Worte …

Wie stellst du dir deine Zukunft vor?
Ich war so lange verloren. Ich möchte einfach irgendwo Wurzeln schlagen.

Vielen Dank, dass ihr euch meinen Lesern vorgestellt habt.

Und jetzt habe ich noch etwas ganz Besonderes für euch. Die Illustratorin Petra Rudolf, die auch die wunderbaren Cover zur Grenzen-Saga gestaltet hat, hat eine Skizze von Eirik und Lynn angefertigt. Von einer bestimmten Szene, die ich euch auch nicht vorenthalten will. Viel Spaß :)

© Petra Rudolf

Er spritzte sich Wasser ins Gesicht und in den Nacken, machte eine hohle Hand und trank daraus einen tiefen Schluck. Dann bemerkte er die Frau, die unweit seines Rastplatzes im Fluss badete. Sie stand bis zur Hüfte im Wasser und wrang sich das Haar aus. Langsam, um sie nicht auf sich aufmerksam zu machen, zog er sich vom Ufer zurück. Sein Herz raste wie verrückt. Fürchtete er sich jetzt schon vor einem Weib? Er sah genauer hin. Einem hageren Weib, berichtigte er sich. Kaum mehr als ein Mädchen. Wirklich kein Grund zur Besorgnis. Er trat aus der Deckung hervor auf die Lichtung. Als das Mädchen ihn entdeckte, zuckte sie zusammen und verbarg ihre Brust hinter ihren überkreuzten Armen. Rasch flog ihr Blick zu den Kleidern, die als ein unordentlicher Haufen am Ufer lagen. „Wer bist du?“, fragte sie. Ihre Unterlippe schlotterte. Eirik wusste, dass das Wasser eisig war. Um sie nicht zu erschrecken, nahm er langsam ihre Kleidung auf und hielt sie ihr entgegen. Gleichzeitig wandte er das Gesicht von ihr ab. Sein Arm begann zu zittern, während er wartete. „Willst du da drin erfrieren? Jetzt mach schon, bevor ich Wurzeln schlage“, schimpfte er. „Leg sie wieder hin“, forderte sie mit fester Stimme. „Leg sie hin und gehe zehn Schritte rückwärts bis zu der Birke dort. Dreh mir den Rücken zu und leg deine Hände über deinen Kopf an den Stamm.“ Er lachte auf, doch als er ihrem entschlossenen Blick begegnete, seufzte er ergeben und beugte sich ihrem Willen. Schmunzelnd wich er zurück, bis er die raue Borke des Baumes spürte. Sie zog die Braue hoch, als er nicht weiter reagierte, und er drehte sich zähneknirschend um und legte seine Hände auf den Stamm. „Ich bin unbewaffnet“, erklärte er über seine Schulter hinweg und hörte das Plätschern des Wassers, als sie an den Strand watete. „Unbewaffnet? Du meinst bis auf den Dolch, den du unter deinem Hemd verbirgst“, antwortete sie.
© Rebekka Mand, Von den Grenzen der Erde
Wer jetzt neugierig auf Lynn und Eirik geworden ist und sie noch besser kennenlernen will, sollte bei unserem Gewinnspiel mitmachen:

Beantwortet eine einfache Frage auf einem oder mehreren der teilnehmenden Blogs und schon seid ihr dabei! Auf je mehr Blogs ihr eure Antworten hinterlasst, umso größer sind natürlich die Gewinnchancen.

Die heutige Frage lautet: Wie würdet ihr euch euer Leben im 9. Jahrhundert vorstellen? Wärt ihr ein furchtloser Wikinger, der auf víking fährt, oder würdet ihr eher ein ruhiges Leben auf dem Land bevorzugen?


Und das könnt ihr gewinnen:
1. Preis: Eine signierte Printausgabe eines Bandes der Grenzen-Saga nach Wahl!
2. Preis: Ein "Goodie-Überraschungspaket" mit Leseproben, Lesezeichen, Postkarten und der einen oder anderen Überraschung ausgewählter Qindie-Autoren!

Teilnahmebedingungen:
Das Gewinnspiel beginnt am 15.09 und endet am 24.09.2017 um 23:59 Uhr.
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren oder ab 14 Jahren mit der Erlaubnis der Erziehungsberechtigten möglich.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, E-Mail Adressen oder Pseudonyme sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Teilnahmeberechtigt sind Personen mit einer Versandadresse innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet.
Der Gewinner wird am 25.09. nach dem Zufallsprinzip ermittelt und auf dem Blog von Rebekka Mand bekannt gegeben.
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Kein Ersatz bei Verlust/Beschädigungen auf dem Postweg.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich drücke euch die Daumen für das Gewinnspiel! :-)

Freitag, 15. September 2017

Rezension: Von den Herrschern der See



Titel: Von den Herrschern der See

Autor: Rebekka Mand

ASIN: B074PQP6BQ

Seiten: 554

E-Book



"Von den Herrschern der See" ist der dritte Teil der Grenzen-Saga von Rebekka Mand. Es kann also zu Spoilern kommen.



Inhalt:
Er brauchte die See, ihren Geruch, dieses Gefühl von Weite. Die Götter hatten ihn hergeschickt. Deshalb musste er kämpfen.

Lynn und Eirik gründen ihr Heim auf dem Land, das einst Lynns Vater gehörte. Aber die Geister der Vergangenheit geben keine Ruhe.
In der Heilerin Brae findet Lynn einen Teil ihrer Kindheit wieder und erfährt die Wahrheit hinter ihrer Gabe, den Toten ins Jenseits zu folgen. Doch welche Absicht verfolgt Brae? Und wer ist die Gestalt, die im Nebel auf Lynn lauert?
Eirik kämpft derweil gegen das Misstrauen, das ihm von allen Seiten entgegenschlägt. Als der dänische Jarl Grindill Schwarzbart ihm ein Bündnis anbietet, muss er sich entscheiden. Wem gilt seine Treue? Und welchen Teil seiner selbst ist er bereit, dafür zu opfern?

Quelle: Rebekka Mand

Meine Meinung:
Nach Von den Grenzen der Erde und Von den Hütern der Schlange entführt uns die Autorin Rebekka Mand in Von den Herrschern der See erneut in die raue Welt der Wikinger.
Der Prolog verdeutlicht dem Leser gleich am Anfang, dass es auch im dritten Band wieder düster und geheimnisvoll wird und macht eindeutig Lust auf mehr.

Die Geschichte an sich beginnt etwas ruhiger, da Lynn und Eirik endlich sesshaft werden. Wer hätte das nach den ganzen Abenteuern und Ereignissen, die die beiden schon durchstehen mussten, noch erwartet? Aber wie wir schon wissen, können Lynn und Eirik ihrer Vergangenheit nicht entkommen und auch dieses Mal wird ihre heile Welt zerrissen und durcheinander gerüttelt.

Mit neuen Figuren und alten Bekannten wird die Geschichte vielschichtiger. Grindill, Brae und Branan sind nur einige Beispiele für neue Charaktere, die durch eine Hintergrundgeschichte Komplexität gewinnen und somit wirklich real wirken. Es gibt keine Figur in der Geschichte, die deplatziert wirkt, sondern alle tragen ihren Teil zum Fortgang der Handlung bei.

Dieses Mal tritt auch Lynns Gabe wieder vermehrt in den Vordergrund, was das Ganze noch mystischer, gefährlicher und düsterer macht. Man erfährt, woher Lynn ihre Gabe hat und taucht somit noch tiefer in die Mythologie ein.
Lynn und Eirik haben sich weiterentwickelt und müssen sich ihren Ängsten erneut stellen. Nach den Geschehnissen im zweiten Teil ist dies nicht wirklich einfach. Doch sie wachsen mit jedem Fehlschlag und man möchte einfach, dass sie irgendwann ihren Frieden finden. Eirik, der viel durchgemacht und trotzdem alles versucht, seine kleine Familie zu retten und Lynn, die immer an das Gute im Menschen glaubt, auch wenn sie das manches Mal in Schwierigkeiten bringt.

Ich habe die Charaktere so ins Herz geschlossen, dass ich einfach nicht wollte, dass ich sie jetzt ziehen lassen muss, ohne zu wissen, wie ihre weitere Zukunft aussieht. Und genau DAS ist das Gefühl, was ich haben will, wenn ich eine richtig gute Reihe beende. Ich liebe es, wenn mir das Herz blutet, wenn ich noch tagelang darüber nachdenke, wie es mit den Figuren weitergeht, und mir bei einem richtigen guten Ende die Tränen kommen. Und genau das hat Rebekka Mand mit ihrer Grenzen-Saga geschafft.

Fazit:
Rebekka Mand hat mit Von den Herrschern der See einen wirklich gelungenen Abschlussband geschaffen. Wenn mir eine Autorin Gänsehaut beschert, mir die Tränen in die Augen treibt und mich die Geschichte auch nach dem Lesen einfach nicht loslässt, dann kann ich das Buch einfach nur zu 100% weiterempfehlen.
Wer auf vielschichtige Charaktere, Spannung, Drama und eine Portion Fantasy steht, wird bei der Grenzen-Saga auf keinen Fall enttäuscht.


Bewertung:


Reiheninformation:
Von den Grenzen der Erde
Von den Hütern der Schlange