Sonntag, 20. August 2017

Zeit - wo ist nur die Zeit hin?

Schönen Sonntag, meine lieben Leser!

Wie ihr vermutlich mitbekommen habt, war es hier fast ganze vier Monate totenstill. Warum das so war und wie es mit dem Blog weitergeht, möchte ich euch heute erzählen.

Die letzten vier Monate waren bei mir ziemlich arbeitsintensiv. Mein eigentlicher Nebenjob hat ziemlich geschlaucht, da man die Gartensaison als Mitarbeiterin in einem Baumarkt doch sehr spürt und ich nach einem 9-Stunden-Tag an der Kasse keine Lust mehr auf irgendetwas hatte. Lesen fiel damit also auch flach.
Doch, was die Tätigkeit "Lesen" angeht, war ich die letzten Monate nicht unbedingt faul. Denn ich habe einerseits noch einen Mini-Nebenjob als Vertretung der Korrekturleserin einer Bezirkszeitung angenommen und andererseits stand das Korrektorat von "Von den Herrschern der See", dem dritten Teil der Grenzen-Saga von Rebekka Mand, auf dem Programm.
Somit war ich meistens zwei Tage in der Woche im Büro der Zeitung, drei Tage stand ich an der Kasse und den Rest der Zeit saß ich vor meinem Laptop und habe das Manuskript korrigiert.
Ich will mich hier auf keinen Fall darüber beschweren, schließlich habe ich alles freiwillig gemacht und das Korrigieren macht mir auch richtig Spaß (obwohl es Fälle gibt, in dem mich die deutsche Sprache auch zur Verzweiflung bringen kann :-D ). Trotzdem hat das alles ziemlich viel Zeit gefressen, so dass natürlich das Lesen, das Bloggen und auch mein Studium darunter gelitten haben.
Das Korrektorat des Manuskripts ist jetzt aber abgeschlossen und ich freue mich riesig auf die Veröffentlichung am 15. September, da es dazu auch eine tolle Blogtour geben wird.

Aber in den vier Monaten habe ich nicht nur gearbeitet, sondern ich war auch endlich für acht Tage in meinem geliebten London. Jene Leute, die mich persönlich kennen, wissen, wie verliebt ich in diese Stadt bin, seit ich vor 11 Jahren mit der Schule für eine Woche dort war. Im Juli war es endlich so weit und mein Freund und ich konnten in den Flieger einsteigen. Der Flug war für mich zwar eine kleine Tortur, aber der Urlaub an sich hat das alles wieder wett gemacht. Es gibt aber noch einen kleinen Extra-Beitrag zu meinem London-Urlaub.

Und damit sind wir auch schon bei dem Thema, wie es mit dem Blog hier weitergehen wird:
Ich habe lange darüber nachgedacht. Es gab Zeiten, in denen ich gedacht habe, dass ich es einfach sein lasse und gar nichts mehr poste. Löschen wollte ich den Blog auf gar keinen Fall, damit meine Beiträge trotzdem noch online bleiben. Aber dann gab es wieder Situationen, in denen mir das Bloggen und der Austausch mit anderen Bücherverrückten gefehlt hat. Ich wollte meinen Lesern etwas mitteilen, wusste aber nicht, wie ich wieder damit anfangen soll. Deswegen gibt es auch diesen Beitrag, denn einfach wieder aus der Versenkung auftauchen, ohne euch darüber zu informieren, warum hier so lange Funkstille herrschte, wollte ich auch nicht.
Ich will wieder bloggen, so viel ist klar. Aber ich möchte mich nicht stressen lassen. Ich habe schon nach meiner langen Blogpause versucht, mir selbst den Druck wegzunehmen und nicht immer den Gedanken im Kopf zu haben, dass ich jedes Buch rezensieren muss. Leider ist mir das nicht wirklich gelungen und ich hatte lange Zeit auch gar keine Lust mehr Rezensionen zu schreiben, da für mich nur mehr die "Arbeit" daran im Vordergrund stand.
Mein Blog soll für mich aber ein Hobby sein und einige Beiträge von anderen Bloggern, aber auch Autoren, die darüber geschrieben haben, dass man sich nicht ständig als Blogger entschuldigen soll, wenn man nicht regelmäßig etwas postet, haben mir gezeigt, dass es auch anders geht.

Fazit: Ihr werdet weiterhin von mir etwas zu lesen bekommen, aber ich mache mir keinen Stress mehr. Wenn ich keine Zeit habe, dann ist das eben so. Wenn ich nichts zu sagen habe, dann gibt es halt mal keine Beiträge, denn nur Texte zu schreiben, damit meine Reichweite auf Facebook nicht ins Bodenlose fällt oder der Blog nicht verwahrlost aussieht, möchte ich auch nicht.
Ich möchte mit euch meine Leidenschaft für Bücher teilen, euch Bücher zeigen, die mich überrascht, zu Tränen gerührt oder einfach nur überwältigt haben. Das Bloggen soll mir wieder Spaß machen und dazu gehört einfach auch der Austausch mit Lesern, Bloggern und Autoren.
Ich habe einige Ideen für Blogbeiträge im Kopf, so dass ich hoffe, dass es hier in nächster Zeit wieder etwas bunter zugeht und wie schon angekündigt, steht auch Mitte September die Blogtour für "Von den Herrschern der See" an, einem wirklich tollen Buch, das mich auch beim mehrmaligen Lesen immer noch zu Tränen gerührt hat und ich bin so froh und stolz, dass ich bei diesem Projekt mitarbeiten durfte.

Mit diesem kleinen Ausblick auf meinen Beitrag zum London-Urlaub beende ich diesen ziemlich langen Text und wünsche euch noch einen schönen Sonntag :)

Kommentare:

  1. HI du
    es freut mich mal wieder etwas von dir zu lesen, und das Real Life geht wirklich vor.
    Hast du evtl schon den Beitrag von Mikkaliest gesehen, da geht es auch um den Druck um das Bloggen. Ich wünsch dir einen angenehmen Sonntag und ich freue mich, wenn ich wieder etwas von dir lese,aber bitte ohne Druck, einfach nur, weil du Lust hast :).
    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      danke für deinen Kommentar. Schön, dass mich scheinbar wer vermisst hat :D
      Den Beitrag von Mikkaliest kenne ich nicht, aber den werde ich gleich mal suchen.
      Ich merke auch einfach, dass ich unter Druck keine guten Beiträge hinbekomme und alles nur sehr halbherzig mache und das ist eindeutig nicht Sinn der Sache.

      Liebe Grüße
      Silke

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  2. Hallo liebe Silke,

    ich mache derzeit auch eine Blogpause und hatte beinah die gleichen Gedanken, wie du. Aber auch ich bin zum Schluss gekommen, dass ich das Bloggen nicht aufgeben möchte. Lass dich nicht stressen und mach was dir gegällt. Nur so bleibt Bloggen ein Spaß. Ja, du hast Recht, es geht eben nicht immer um die Zahlen...

    Ganz liebe Grüße und eine dicke Umarmung!
    Karin

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    1. Liebe Karin,

      da es unsere beiden Blogs ja auch schon länger gibt, denke ich, dass es für uns noch schwerer wäre, das Bloggen ganz aufzugeben. Es steckt einfach doch ziemlich viel Herzblut drin.
      Ich hoffe, dass ich jetzt den richtigen Weg und die richtige Balance zwischen Bloggen und realem Leben finde.

      Ich schicke dir auch liebe Grüße und viel Freude mit dem Bloggen, wenn du wieder damit anfängst
      Silke

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