Montag, 20. März 2017

Rezension: Das Juwel - Die Gabe



Titel: Das Juwel - Die Gabe

Autorin: Amy Ewing

Verlag: FJB

ISBN: 978-3-8414-2104-3

Seiten: 448

Hardcover





Inhalt:
Violet lebt in Armut, aber sie hat eine besondere Gabe.
Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist …

Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken.
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.

Quelle: FJB


Meine Meinung:
Das Juwel – Die Gabe entführt uns Leser in die Welt von Violet, einem Surrogat, das aufgrund ihrer Gabe dazu ausgewählt ist, im Adel zu leben und ihnen ein Kind zu gebären.
Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Violet geschildert, was wieder einmal die perfekte Sichtweise ist, um sich mit der Protagonistin zu identifizieren und ihre Gefühle und Gedanken hautnah mitzuerleben.
Violet ist ein Mädchen, das schon zu Beginn weiß, dass es große Ungerechtigkeiten im Gesellschaftssystem (wie eben die Leihmutterschaft) gibt, nie aber auch den Gedanken daran verschwendet hat, etwas zu verändern, da sie sich als Surrogat auf eine der untersten Ebenen der Hierarchie befindet. Als Surrogat der Herzogin steht ihr eigentlich ein prunkvolles Leben bevor, vorausgesetzt sie hält sich an die Regeln: benimmt sie sich artig, wird sie belohnt; begeht sie aber nur einen kleinen Regelverstoß, erwarten sie schlimme Konsequenzen.
Violet war mir von Anfang an sympathisch, da ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Sie ist keine der starken Heldinnen, die sofort alles anpacken und schaffen, sondern sie entdeckt erst nach und nach die Geheimnisse, die der Adel verbirgt, bleibt zumindest im ersten Band doch noch etwas passiv, stellt sich aber trotzdem gegen den Adel. Vor allem ihre Loyalität zu Freunden ist eine der Eigenschaften, wieso sie mir so sympathisch war.
Doch Amy Ewing schafft noch weitere interessante Figuren, wie Ash Lockwood oder Lucian. Die Liebesgeschichte ist zwar jetzt nichts Hervorragendes, hat sich aber trotzdem gut aufgebaut und war authentisch.

Allgemein ist die dystopische Welt, die die Autorin erschafft, sehr vielschichtig. Es erinnert zwar von der Einteilung der Viertel etwas an die Distrikte von „Die Tribute von Panem“, aber gerade die Idee der Leihmutterschaft fand ich faszinierend und erschreckend zugleich.
Der Schreibstil von Amy Ewing ist einfach, lässt sich sehr angenehm lesen und die Geschichte liest sich deswegen fast in einem Rutsch durch.
Leider befindet sich am Ende des Teiles ein ziemlich mieser Cliffhanger, deswegen rate ich euch den zweiten Band gleich neben euch liegen zu haben und von diesem ja nicht den Klappentext zu lesen, da dieser ziemlich spoilert.


Fazit:
Das Juwel – Die Gabe ist der Auftakt zu einer spannenden Dystopie, bei der man zwar jetzt nichts Anspruchsvolles erwarten darf, der sich aber dank des einfachen Schreibstils und der sympathischen Protagonistin weg liest, wie nichts. Die Grundidee der Dystopie ist zwar nicht neu, aber die Autorin verwebt viele neue Aspekte und bietet somit eine nervenaufreibende Geschichte.
Legt euch am besten gleich den zweiten Teil daneben, damit ihr gleich weiterlesen könnt!


Bewertung:


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