Montag, 14. November 2016

10 Pfotenabdrücke von Rebekka Mand



Hallo ihr Lieben!

Heute habe ich das dritte Interview mit einer Autorin für euch. Rebekka Mand hat mir dieses Mal Rede und Antwort gestanden. Ich habe sie im Laufe einer Rezensionsaktion zu ihrem Buch Von den Grenzen der Erde kennengelernt und freue mich riesig, euch die Autorin näher vorzustellen bzw. macht sie das ja selbst ;-)


  1. Stell dich doch bitte meinen Lesern kurz vor.


    © Rebekka Mand

    Ich versuche es ;-) Also, ich bin 34 Jahre alt und lebe mit meiner Familie in der Nähe von Köln. Meine Familie, das sind mein Mann, unsere zwei Söhne und ein ziemlich betagter Hund.
    Da ich vom Schreiben allein nicht leben kann, arbeite ich in Teilzeit als Sozialarbeiterin im Ambulant Betreuten Wohnen für Menschen mit sozialen Schwierigkeiten. Ein sehr spannender und vielfältiger Beruf, der meinen Geschichten dadurch zu Gute kommt, dass ich mich gut in andere Menschen hineinversetzen können muss. Das hilft mir, facettenreiche und interessante Charaktere zu entwickeln.
    In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit lesen und auch hin und wieder mit Sport, weil das viele Sitzen im Beruf eben einen Ausgleich fordert.


  2. Durch eine Rezensionsaktion bin ich auf deine Geschichten aufmerksam geworden. Ist dir der Austausch mit Bloggern und Lesern wichtig? Gehst du selbst auch auf Blogger zu?
    Der Austausch ist mir schon wichtig. Ich freue mich, wenn ich E-Mails oder Nachrichten auf Facebook von Lesern erhalte, die mir ein Feedback zu meinen Geschichten geben wollen.
    Inzwischen kenne ich ein paar Blogger, mit denen ich gerne zusammenarbeite, aber das hat sich eher so ergeben.
    Ich müsste eigentlich viel mehr Energie in den Austausch mit Bloggern und in das Bewerben meiner Bücher stecken - aber um ehrlich zu sein, nutze ich meine knappe Zeit lieber zum Schreiben. Bin auch nicht so die große "Klinkenputzerin". ;-)

  3. Da du ja keine Vollzeit-Autorin bist, wie sieht dein Schreiballtag aus? Hast du bestimmte Zeiten in der Woche, in denen du schreibst oder passiert das ganz spontan?
    Das variiert sehr stark. Da ich im Augenblick „Elternzeit“ habe, richtet sich mein ganzer Rhythmus nach meinem jüngsten Sohn, der gerade sechs Monate alt geworden ist. Wenn er schläft, schreibe ich. Meist ist das irgendwann vormittags. Am Wochenende stehe ich auch schon mal um sechs oder sieben Uhr auf, um in Ruhe zwei Stunden zu schreiben, bevor der Rest der Familie wach wird. Wenn ich arbeite, verlagert sich die Schreibtätigkeit notgedrungen in den Abend, obwohl es mir da meistens schwerer fällt, produktiv zu sein.
    Viel Zeit zum Schreiben bleibt mir im Alltag normalerweise ohnehin nicht. Wichtig ist es jedoch, jeden Tag ein bisschen zu schreiben, um im „Flow“ zu bleiben, den Faden in der Geschichte nicht zu verlieren. Das erfordert viel Übung und Disziplin, aber es funktioniert!

  4. Wo schreibst du am liebsten? Hast du spezielle Schreiborte?
    Ganz einfach: In meinem Arbeitszimmer am Schreibtisch. Manchmal auch mit dem Laptop auf dem Sofa oder am Küchentisch. Ich könnte niemals an einem öffentlichen Ort oder in Gesellschaft schreiben. Dafür brauche ich meine Ruhe.
    Wenn ich über ein Problem in meiner Geschichte nachdenken muss, tue ich das bei einem Spaziergang oder auf dem Crosstrainer. In Bewegung kommen mir die besten Ideen.

  5. Liest du dir alle Rezensionen zu deinen Geschichten durch? Wie gehst du mit eher negativen Meinungen um?
    Ja, alle. Über die Rezensionen bekomme ich ein Feedback von meinen Lesern, und das ist mir persönlich sehr wichtig. Deshalb frustriert es mich etwas, dass ich aktuell so wenig „Feedback“ für den zweiten Band meiner Trilogie, „Von den Hütern der Schlange“, bekomme.
    Ich habe das Gefühl, dass die Rezensionsfreude der Leser sehr nachgelassen hat. Dabei sind Rezensionen gerade für uns Selfpublisher so wichtig und entscheiden oftmals über Aufstieg und Niedergang eines Buches. Und dabei gilt - selbst schlechte Presse ist besser, als gar keine Presse.
    Natürlich muss man auch mit negativen Meinungen umgehen können, aber ich gebe zu, dass es mir schwer fällt. Ich empfinde negative Kritik im ersten Moment immer als verletzend. Das liegt daran, dass die Geschichten ein Teil von mir sind, auch wenn ich sie schon lange der Öffentlichkeit „geschenkt“ habe. Ich nehme mir jede Kritik zu Herzen und denke darüber nach, ob was dran ist oder nicht. Manchmal ist das hilfreich, um mein Schreiben weiterzuentwickeln, aber meistens wäre es wohl besser, sie zu ignorieren (oder besser noch: gar nicht erst zu lesen). Immerhin dient eine Rezension dazu, anderen Lesern die Kaufentscheidung zu erleichtern, nicht zur Bauchpinselei der Autorin.

  6. Deine Wikingertrilogie beschreibst du gerne als einen Abenteuerroman mit historischem Hintergrund und mythologischen Anklängen. Willst du auch in Zukunft in diesem Bereich weiterschreiben oder reizt dich auch mal ein ganz anderes Genre?
    Nein, da bin ich nicht festgelegt. Ich habe Ideen zu Geschichten in verschiedenen Genres, die ich verwirklichen möchte. Neben einer weiteren Wikingergeschichte (einer meiner Nebencharaktere aus der Trilogie schreit förmlich nach Aufmerksamkeit) wird es aktuell noch eine Liebesgeschichte und ein Mystery-Drama geben.
    Leider habe ich viel zu wenig Zeit, um all meine Ideen in absehbarer Zeit zu realisieren. Aber ich bleibe am Ball und freue mich schon darauf, mal wieder etwas ganz Neues anzufangen.

  7. In einem anderen Interview von dir habe ich von deinem Projekt „Der Kuss der Muse“ gelesen. Wie sieht es damit aus? Schreibst du noch daran und wann können wir ungefähr mit einer Veröffentlichung rechnen?
    „Der Kuss der Muse“ ist definitiv zur Veröffentlichung geplant. Der letzte Teil der Wikingertrilogie hat gerade Vorrang, aber danach wird die „Muse“ ihren finalen Anstrich bekommen, denn fertig geschrieben ist sie schon lange. Das Cover dafür habe ich auch schon in Auftrag gegeben.
    Petra Rudolf, die auch die tollen Cover meiner bisherigen Romane entworfen hat, arbeitet daran. „Der Kuss der Muse“ ist das oben genannte „Mystery-Drama“. Es handelt von einem gescheiterten Künstler, der seine Muse, eine nur für ihn sichtbare, bitterböse Verführerin trifft und durch sie immer weiter aus seinem bisherigen Leben ausbricht.

  8. Du hast dich selbst für den Weg des Selfpublishing entschieden. Möchtest du dabei bleiben oder verspürst du doch den Wunsch einmal bei einem Verlag zu veröffentlichen?
    Im Augenblick verspüre ich nicht den Wunsch, etwas zu verändern. Ich bin mit dem gewählten Weg sehr zufrieden, da ich mich auch nicht der Illusion hingebe, durch einen Verlag bekannter zu werden oder mehr zu verdienen. So liegt alles in meiner Hand, ich bekomme keinen Druck, wann denn das nächste Buch fertig zu sein hat und muss mich nicht auf Presse- oder Lesungsterminen blicken lassen. (Ich hasse es wirklich, vorzulesen!)
    Ich will nicht ausschließen, dass ich mich eines Tages doch nach einem Verlagsdach umsehen werde, aber im Augenblick empfinde ich es als genau richtig, so wie es ist.

  9. Du liest in deiner Freizeit ja selbst gerne. Welche 3 Bücher würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?
    Nur drei? Puh, das ist schwer, da ich selten ein Buch zweimal lese. Ich würde also vermutlich drei Bücher mitnehmen, die ich noch nicht gelesen habe. Vielleicht käme ich dann endlich mal dazu, den achten Band der „Highland-Saga“ von Diana Gabaldon zu lesen. Vermutlich wäre auch ein Krimi von Tana French dabei, deren Schreibstil ich einfach unfassbar gut finde. Und der dritte Band der „Passage“- Dystopie von Justin Cronin. Darauf warte ich seit Jahren und im November erscheint er endlich. Aber dann müsste ich die ersten beiden Bände auch mitnehmen, weil es schon so lange her ist, seit ich sie gelesen habe. Wie gut, dass ich einen Reader habe, da brauche ich mir solche Fragen eigentlich gar nicht zu stellen.

  10. Bist du eher ein Hundemensch (quirlig, aufgeschlossen, unruhig) oder ein Katzenmensch (ruhig, eigensinnig und Einzelgänger)?
    Das ist schwer zu sagen, denn eigentlich bin ich ein bisschen was von beidem. Blöde Antwort, ich weiß, aber so ist es.
    Ich bin ein totaler Familienmensch, brauche meine Liebsten um mich und blühe darin auf, für alle da zu sein und gebraucht zu werden. Andererseits kann ich aber auch eine ziemliche Eigenbrötlerin sein, und meine wirklich guten Freunde kann ich sowieso an einer Hand abzählen.
    Manchmal wünschte ich mir eine einsame Insel, auf die ich mich für ein paar Stunden am Tag zurückziehen kann, nur ich, der Laptop und meine Gedanken (ok, und die Kaffeemaschine). Trotzdem könnte ich mir nicht vorstellen, ganz allein zu leben. Ich fürchte, ich würde den Trubel um mich herum ganz schnell vermissen. ;-)


Liebe Rebekka, vielen lieben Dank für das Beantworten meiner Fragen und auch für deine tollen Geschichten, die ich meinen Lesern wirklich nur empfehlen kann!


Wenn ihr noch mehr von Rebekka erfahren wollt, besucht sie doch auf ihrer Facebookseite oder ihrer Homepage:
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Meine Rezensionen zu den ersten beiden Teilen der Wikingertrilogie findet ihr übrigens hier:
-Von den Grenzen der Erde
-Von den Hütern der Schlange

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