Sonntag, 7. Februar 2016

Rezension: Feenglut


Titel: Feenglut

Autorin: Sandra Bäumler

Verlag: Drachenmond

ISBN: 978-3-931989-71-2

Seiten: 384

Softcover






Inhalt:
Die Schwertkämpferin Kayla führt ein entbehrungsreiches, aber freies Leben. Zusammen mit ihrer Schwester Naias zieht sie von Arena zu Arena, um ihrer beider Lebensunterhalt zu bestreiten.
Während die eine Schwester eine außergewöhnliche Kriegerin ist, vermag die andere durch Magie zu heilen. Naias Gabe muss jedoch ein Geheimnis bleiben.
Als Kayla in der Arena von Ro’an zu ihrem bisher schwersten Kampf antritt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Naias gerät in Gefahr und Kayla verliert ihre Freiheit. Doch welche Rolle spielt der geheimnisvolle Krieger, dem sie während der Kämpfe in Ro’an immer wieder begegnet?

Quelle: Drachenmond


Meine Meinung:
Zuerst einmal möchte ich noch einmal auf das tolle Cover eingehen. Schon als ich es das erste Mal gesehen habe, hat es mir richtig gut gefallen. Aber erst nach dem Lesen weiß ich, wie passend es auch ist. Leider passiert es ja viel zu oft, dass die Cover überhaupt nichts mit der Geschichte zu tun haben. Hier stimmt es aber 100%ig.

Der Prolog erzählt eine Legende, die erst am Schluss der Geschichte an Bedeutsamkeit gewinnt und gleich am Anfang einen mystischen Hauch über das Buch legt.
Leider habe ich mir am Beginn eher schwer getan in die Geschichte einzutauchen. Als Leser begleitet man Kayla, die aus der Ich-Perspektive erzählt. Normalerweise bin ich ja ein riesiger Fan dieser Erzählperspektive, aber dieses Mal hatte ich das Gefühl, dass ein personaler Erzähler mehr Sinn gemacht hätte.

Auch mit dem Schreibstil bin ich am Anfang nicht warm geworden, da mir viele Wortwiederholungen aufgefallen sind und ich es sehr schade fand, dass die Autorin hier das Wortspektrum nicht ganz ausgeschöpft hat. Dies bessert sich im Laufe der Geschichte aber. An sich schreibt die Autorin nämlich doch sehr detailgetreu und kann die Landschaften und Orte gut beschreiben.
Einige Handlungsstränge hat sie außerordentlich lange beschrieben, dies hat mich aber keineswegs gelangweilt. Aber im Rückblick hätte ich mir gewünscht, dass sie die Prioritäten anders gesetzt hätte. Denn vor allem der Schluss kam mir viel zu kurz.

Ich war zu Beginn etwas genervt von Kayla, die mir ständig wütend vorkam und immer ihre Kampfeslust verspürt hat. Natürlich muss man auch die Vergangenheit der Protagonisten miteinbeziehen. Kayla hat schon sehr früh die Verantwortung für ihre kleine Schwester Naias übernehmen und ihren Lebensunterhalt mit Kämpfen verdienen müssen. Dass man da sehr vorsichtig wird und keinem vertraut, verstehe ich natürlich. Trotzdem konnte ich mich erst im Laufe der Geschichte mit ihr anfreunden.
Die Protagonisten schienen mir allgemein etwas wankelmütig. Sie haben oft ihre Meinungen geändert und nicht ihren eigentlichen Standpunkt vertreten. Durch die Ich-Perspektive von Kayla hat man auch sehr wenig über die anderen Figuren erfahren, was ich etwas schade fand. Denn gerade Naias wäre eine wirklich interessante Persönlichkeit. Wie schon geschrieben, wäre da eventuell eine personale Erzählperspektive passender gewesen.
Die Liebesgeschichten in der Geschichte gingen mir alle viel zu schnell und teilweise habe ich mich auch ein bisschen geärgert darüber.

Trotz allem besticht dieser Roman mit einer außergewöhnlichen Grundgeschichte. Es werden neue Phantasiewesen eingeführt, was ich immer sehr positiv finde, und auch die Welt, in der die Handlung spielt, ist wirklich interessant. Darüber hätte ich gerne noch viel mehr erfahren. Im Allgemeinen denke ich, dass der Geschichte ein paar hundert Seiten mehr sicher gut getan hätten.
Das Ende ging mir nämlich viel zu schnell, obwohl es doch passend war, wie die Autorin die Geschichte enden lassen hat.


Fazit:
In Feenglut findet sich eine spannende Geschichte mit innovativen Phantasiewesen und einer interessant gestalteten Welt. Leider gefiel mir die Umsetzung nicht ganz so gut. Die Prioritäten der Handlungsstränge waren meiner Meinung nach etwas falsch gesetzt und es wurde zu viel in die knapp 380 Seiten gepresst.
Sehr schade, da die Geschichte wirklich Potential hat.


Bewertung:


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