Montag, 25. Januar 2016

Rezension: Zwei für immer


Titel: Zwei für immer

Autor: Andy Jones

Verlag: Rütten & Loening

ISBN: 978-3-352-00664-7

Seiten: 432

Klappenbroschur






Inhalt:
"Ich liebe dich, Ivy. Ich finde dich klug und witzig und schön … Doch bist du die Richtige? Oder bist du nur noch hier, weil du schwanger bist?
Ich hoffe, dass alles gut ausgeht, aber die Wahrheit ist: Ich weiß es nicht."

Als er Ivy begegnet, ist Fisher wie vom Blitz getroffen, und bald ist er sich sicher, dass aus der Sache etwas werden könnte. Noch weiß keiner der beiden, dass die Entscheidung über ihre Zukunft längst gefallen ist: Ivy ist schwanger. Doch während das neue Leben in Ivy heranwächst, muss sich Fisher um seinen schwer erkrankten Freund El kümmern. Und Ivy und Fisher sind immer noch damit beschäftigt, sich kennenzulernen. Denn es ist eine Sache, sich zu verlieben – miteinander zu leben ist eine ganz andere Geschichte …

Quelle: Rütten & Loening


Meine Meinung:
Zuerst dachte ich ja, dass ich es hier mit einem richtigen Liebesroman zu tun haben werde, aber dieser Roman ist viel mehr als das.
Schon alleine der Prolog lässt erkennen, dass wir als Leser nicht ein Liebespaar begleiten, das diese typische Hollywood-Beziehung führt, indem sie sich treffen, unsterblich verlieben und glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben.

Ivy und Fisher lernen sich bei der Arbeit kennen und beginnen ihre Beziehung damit, dass sie sich anfangs mal einige Tage in den jeweiligen Wohnungen verschanzen und sich ganz ihrer Leidenschaft hingeben. Erst als die beiden Fishers Familie besuchen, bekommt die ganze Beziehung Ernsthaftigkeit und die Geschehnisse nehmen ihren Lauf.

Ziemlich erfrischend fand ich, dass die gesamte Handlung aus der Ich-Perspektive von Fisher erzählt wird. Somit bekommt man mal einen völlig anderen Blick auf die Dinge. Die Partnerschaft und die spätere Schwangerschaft aus der Sicht des Mannes zu erleben, war für mich etwas völlig Neues, aber deshalb umso spannenderes.

Der Schreibstil von Andy Jones war perfekt für dieses Buch. Er besticht durch Leichtigkeit und viele Dialoge, die somit auch den Einblick in die anderen Protagonisten garantieren. Die Emotionen werden glaubhaft beschrieben und die Worte haben mich total in den Bann gezogen.

Fisher geht mit Ivy die erste ernsthafte Beziehung ein und ich durchlebte mit ihm die Zweifel, Ängste und Freuden, die diese mit sich bringen. Er war mir von Anfang an sympathisch, vor allem durch seine bedingungslose Liebe zu Ivy, aber auch der unerschütterlichen Freundschaft zu El, der an dem Huntington-Syndrom erkrankt ist. Fisher geht viele Kompromisse ein, um immer wieder das Richtige zu tun, auch wenn er selbst nicht daran glaubt. Doch auch er macht Fehler und genau das macht diese Geschichte so real.
Ivys Verhalten konnte ich an einigen Stellen nicht nachvollziehen, aber als man immer mehr von ihr und ihrer Vergangenheit erfährt, habe ich sie in mein Herz geschlossen und genauso mit ihr mitgefühlt. Auch die anderen Personen waren mir von Anfang an total vertraut und haben sich perfekt in die Geschichte integriert, egal, ob das nun El war oder Esther, die damalige Nachbarin von Fisher.

Schon lange hat mich eine Geschichte nicht mehr so emotional mitgerissen. Ich habe gelacht und Dutzende von Tränen vergossen. Nach dem Lesen konnte ich es gar nicht fassen, dass es schon zu Ende war und ich habe mir sehr schwer getan, wieder aus der Geschichte in die Realität zu finden.


Fazit:
Bei Zwei für immer handelt es sich nicht um eine 08-15-Liebesgeschichte, denn hier passiert alles in verkehrter Reihenfolge. Andy Jones schafft hier einen Roman, der die Realität einer Beziehung und deren Glücksmomente sowie auch die dunklen Zeiten treffend erzählt. Für mich war es, wie wenn ich die beiden auf Schritt und Tritt verfolge und all ihre Geschehnisse aus nächster Nähe beobachte, so vertieft war ich in diese Geschichte.

Ich kann wirklich nur jedem dieses Buch ans Herz legen, denn eine Geschichte, die mitreißender ist und so authentische Einblicke in die Sicht eines Mannes gibt, der plötzlich in die Vaterrolle geworfen wird, lässt sich sicherlich nur schwer finden.


Bewertung:


Vielen lieben Dank an den Aufbau Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Kommentare:

  1. Halli Hallo,

    Frage: Darf ich für meine Rezension aus deiner zitieren? Natürlich mit Verlinkung! :D

    Liebst Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      überraschende Frage :-D Aber wenn du markierst, dass es nicht von dir ist und mich verlinkst, sollte das kein Problem sein. ;-)

      Liebe Grüße,
      Lyiane

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    2. Ja natürlich - ich bau das immer als Leserstimme ein.
      Z.B. so: http://www.nicoleliest.com/2016/01/rezension-der-hut-des-prasidenten.html

      Liebe Grüße Nicole

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  2. Guten Abend,
    das klingt sehr interessant. Wieder etwas Neues auf meiner Wunschliste.
    Liebe Grüße Karin

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