Dienstag, 8. Dezember 2015

Rezension: Der Winter der schwarzen Rosen


Titel: Der Winter der schwarzen Rosen

Autorin: Nina Blazon

Verlag: cbt

ISBN: 978-3-570-16364-1

Seiten: 540

Hardcover





Inhalt:
In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Liljann Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Liljann bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ...

Quelle: cbt


Meine Meinung:
In „Der Winter der schwarzen Rosen“ geht es um die zwei Schwestern Tajann und Liljann, die vor zwei unterschiedlichen Schicksalen stehen, die aber trotzdem extrem miteinander verstrickt sind.
Die Geschichte wird aus der Sicht von beiden Schwestern erzählt. Nina Blazon hat sich dabei einen sehr schönen Kniff ausgedacht. Denn während wir Tajann in der Gegenwart begleiten, erzählt uns Liljann die Geschehnisse als Vergangenheit. Dabei macht sie immer wieder Anspielungen, die auf Zukünftiges hinweisen und somit die Spannung erhöhen. Beide Schwestern erzählen die Geschichte aber aus der Ich-Perspektive. Damit man als Leser nicht zu sehr durcheinander kommt, wurden zwei unterschiedliche Schriftarten gewählt.

Liljann ist die ältere Schwester und ihr steht das Schicksal bevor, dass sie ihre Familie verlassen muss, um ins Grauland zu gehen, das von vielen gefürchtet wird. Ihr Vater will sie aber nicht wegschicken, da er somit auch seine jüngste Tochter Tajann verlieren würde, die ihn sehr an seine verstorbene Frau erinnert.

Während mir Liljann von Anfang an total sympathisch war und sofort ans Herz gewachsen ist, wurde ich mit Tajann zuerst überhaupt nicht warm. Sie war mir viel zu sehr auf ihren eigenen Vorteil bedacht und hätte alles getan, um an ihr Ziel zu kommen. Sie bezeichnet ihre ältere Schwester als naiv, dabei ist sie selber nicht besser.
Es gab zwar ab und zu Stellen, vor allem am Schluss, als auch sie mein Mitgefühl geweckt hat, aber mit Liljann konnte sie nicht mithalten. Liljann hingegen ist zwar die ältere aber auch unerfahrenere Schwester und bringt sich damit ziemlich in Schwierigkeiten.

Nina Blazon hat ihre Protagonisten wieder sehr detailliert und realistisch dargestellt. Jeder einzelne Charakter hat so viele Facetten, so dass ich sie nie ganz durchschauen konnte und somit immer gespannt war, welchen Schritt sie als nächstes tun würden.
Auch ihr Schreibstil konnte mich wieder komplett überzeugen. Ich war total in die Geschichte versunken und alles konnte ich mir bildlich vorstellen. Es war wirklich, wie wenn die gesamte Umgebung und Atmosphäre vor meinem geistigen Auge auferstand. Sogar jetzt noch, wenn ich an das Buch zurückdenke, habe ich sofort Bilder im Kopf.

Das Highlight an dem Buch waren aber die Zusammenhänge zwischen ihren anderen Büchern. „Der Winter der schwarzen Rosen“ spielt in derselben Welt wie „Ascheherz“, „Faunblut“ und „Der dunkle Kuss der Sterne“. Leser der anderen Bücher entdecken immer wieder kleine Anspielungen an diese Geschichten und Nina Blazon hat das alles ganz wunderbar miteinander verwoben.
Für Fans wie mich war das wirklich etwas ganz Besonderes.

Das Ende war für mich ziemlich emotional und unerwartet. Es endet ganz anders, als es sich die Schwestern wahrscheinlich am Anfang ihrer Reise gedacht haben und auch ich habe mit diesem Ende nicht gerechnet. Trotzdem hat mich Nina Blazon mit einem zufriedenen, aber auch traurigem Gefühl dieses Buch schließen lassen.


Fazit:
„Der Winter der schwarzen Rosen“ ist eine Geschichte über das Schicksal von zwei Schwestern, die sich ihren Gefühlen hingeben und erfahren müssen, dass dies nicht immer der richtige Weg ist.
Nina Blazon erschafft hier eine wunderbare Geschichte in, für Leser ihrer anderen Bücher, gewohnten Welt, die den Leser sofort packt und nicht mehr loslässt.
Für mich ein perfektes Buch, das ich zu 100% weiterempfehlen kann!


Bewertung:


1 Kommentar:

  1. Hey Lyiane :D

    Deine Rezension steckt wirklich an <3 Ich habe schon so viel Gutes über Nina Blazon gehört und muss wohl auch dazu greifen! Ich habe Ascheherz zu Hause und bin schon gespannt darauf.

    Liebste Grüße,
    Diana

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