Sonntag, 13. September 2015

Rezension: Die rote Königin


Titel: Die rote Königin

Autorin: Victoria Aveyard

Verlag: Carlsen

ISBN: 978-3-551-58326-0

Seiten: 512

Hardcover





Inhalt:
Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen.
Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt.
Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben.
Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz …

Quelle: Carlsen


Meine Meinung:
Den Hype um dieses Buch habe ich nicht so wirklich mitbekommen, da ich zu dieser Zeit noch nicht wieder ganz in der Bloggerwelt angekommen war. Trotz allem hat mich das Cover, aber auch der Klappentext von Anfang an angesprochen.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Mare erzählt, die mit ihrer Familie ein Leben in Armut führt und noch dazu steht sie kurz davor in die Armee eingezogen zu werden, da sie keinen Job ergattern konnte. Mare’s Welt ist geteilt in die Roten, die keine Fähigkeiten besitzen und den Silbernen, die außergewöhnliche Kräfte besitzen und sich dadurch als Elite ansehen und die Roten unterdrücken.

Zu Beginn hat mich die Erzählweise und auch die Handlung an sich total an die Tribute von Panem Trilogie erinnert und alles in mir hat geschrien, dass ich dieses Buch nicht weiterlesen soll, da es nur ein Abklatsch ist. Zum Glück habe ich diesem inneren Drang nicht nachgegeben und bin in die Geschichte eingetaucht. Und das hat sich auch gelohnt.

Dieses Mal hat die Elite auch einen „Grund“ sich über die anderen zu heben, da sie bestimmte Fähigkeiten haben, die die anderen nicht haben. Trotzdem handelt es sich hier um die üblichen Gesellschaftshierarchien. Erst im weiteren Verlauf hebt sich die Geschichte von den üblichen Dystopien ab, da Mare, eine Rote, auf einmal eine besondere Fähigkeit besitzt und von nun an plötzlich in der Welt der Silbernen leben soll. Genau das war für mich etwas unlogisch, da es sicher eine andere Lösung gegeben hätte. Es gab noch ein paar weitere Szenen und Handlungen, die für mich etwas konträr waren, das hat meinem Lesegenuss aber keinen Abbruch getan.

Mare war eine Protagonistin, die mich nicht von Anfang an überzeugen konnte, da ich einige Handlungsweisen und Gefühle von ihr nicht nachvollziehen konnte. Aber im Laufe der Geschichte wurde sie immer mehr zu einer starken Persönlichkeit, die Fehler macht und ihren Prinzipien treu ist.

Maven, der Verlobte von Mare, war mir zuerst sehr suspekt, aber durch sein Verhalten und die scheinbare Loyalität zu Mare wurde er mir immer sympathischer. Bei Cal war es genau umgekehrt. In der Mitte des Buches hasste ich ihn regelrecht. Die Autorin hat es wirklich verstanden, mir ihre Protagonisten näher zu bringen und Gefühle in mir auszulösen.

Die Spannung war das ganze Buch über präsent und ich war total gefesselt von der Geschichte. Vor allem gab es eine Wendung, die ich überhaupt nicht vorhergesehen habe, mich eiskalt erwischt und total geschockt hat.

Trotz allem blieb bei mir immer ein bisschen der Gedanke im Kopf, dass ich so etwas in der Art schon einmal gelesen habe. Bei der Fülle an Büchern, die es aber schon am Markt gibt und die ich auch schon gelesen habe, wird das wohl immer passieren. Ich bin trotzdem sehr gespannt, was sich die Autorin im zweiten Band überlegt hat.


Fazit:
Obwohl eben viele Parallelen zu anderen Dystopien vorhanden sind, möchte ich das Buch weiterempfehlen, da die Autorin doch sehr interessante neue Ideen in ihre Geschichte einfließen lassen konnte.
Außerdem hat sie mich total gefesselt und mit der Wendung richtig überraschen können, was mir schon länger nicht mehr bei einem Buch passiert ist.


Bewertung:


Kommentare:

  1. Hi Lyiane :-)

    Ich habe jetzt schon einige Meinungen zu diesem Buch gelesen und bin immer noch unentschlossen. Du machst mich ja schon neugierig auf das Buch und ich bin fast soweit, dass ich es mal versuchen könnte xD Das mit den Parallelen wird man wahrscheinlich immer haben, denn niemand kann das Rad neu erfinden. Es ist eben nur schade, wenn zu Beginn eine Atmosphäre herrscht, die einem bekannt vorkommt... Vielleicht werde ich das gute Stück doch mal auf die Wunschliste setzen :)

    Liebste Grüße,
    Diana

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  2. Hey Lyiane,
    Die Parallelen zu Hunger Games schrecken mich mal nicht ab. Ich habe nur Angst, dass das Buch so ähnlich zu den anderen Young Adult Büchern ist und ich mir ständig denken werde, das kenne ich ja schon und das habe ich schon wo anders gelesen. Das ist meine größte Befürchtung, dass es nichts originelles ist. So wie du es auch in deiner Rezi beschreibst. :)
    Liebe Grüße,
    Sarah

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