Dienstag, 4. März 2014

Rezension: Wolfszeit

       
Titel: Wolfszeit

Autorin: Nina Blazon

Verlag: Ravensburger Buchverlag

ISBN: 978-3-473-40070-6

Seiten: 558

Gebunden





Inhalt:
In Frankreich treibt eine wolfähnliche Kreatur sein Unwesen und tötet junge Frauen und Kinder. Alle Versuche diese Bestie zu stoppen scheitern, unter anderem auch deswegen, weil niemand genau weiß, wie das Tier aussieht. Unterdessen flüchtet der junge Naturwissenschaftler Thomas Auvrey vor einer Zwangsehe und stürzt sich Hals über Kopf in die Aufgabe, das Rätsel um den Werwolf zu klären. Seine Ermittlungen führen ihn schließlich nach Gevaudan, wo er Isabelle d´Apcher kennenlernt. Sie hat den Wolfsangriff überlebt und Thomas versucht ihre verdrängten Erinnerungen ans Licht zu holen. Dabei verliebt er sich in die bereits Versprochene. Er scheint der Lösung immer näher zu kommen, doch dann verschwindet seine Geliebte…


Meine Meinung:
Nina Blazon hat hier nicht eine der üblichen Werwolf-Geschichten geschrieben, sondern eine wirklich interessante und spannende Story sehr nah am historischen Kern aufgebaut. Eine gelungene Abhebung von der Masse.
Denn schon bald merkt der Leser, dass hinter diesem Buch eine Menge an Recherchen steckt. Genau genommen war ich mir am Ende des Buches nicht mal ganz sicher, ob es sich hier tatsächlich um ein Fantasy-Buch handelt oder viel mehr um eine durchaus reale Gesichte aus der Sicht der damaligen Bürger, die schließlich immer noch an Hexen und Dämonen glaubten. Am Ende des Buches findet man auch einen Anhang, wo man nachlesen kann mit welcher historischen Grundlage Nina Blazon die Geschichte aufgegriffen hat und was alles neu hineingedichtet wurde.

Wie üblich sind ihre Figuren ausgereift und vielschichtig. So hat jeder Charakter seine Stärken und Schwächen und macht sich dadurch „menschlich“. Isabelle, um sie als Beispiel zu nennen, ist eine stolze Grafentochter, die jedoch sehr an dem gemeinen Volk hängt. Nach dem Wolfsangriff ist sie sichtlich eine andere geworden, beginnt dann aber mit der Hilfe von Thomas wieder ihr altes Ich zu finden.
Während eines Kapitels kann es durchaus öfter vorkommen, dass der Handlungsort bzw. die Person aus dessen Sicht erzählt wird gewechselt wird. Dadurch bleibt das Buch die ganze Zeit über spannend und man ist versucht das Buch einfach in einem Zug durchzulesen.


Mein Fazit:
Ein durch und durch gelungenes Werk, sofern man nicht eine dieser Werwolf-Romantik-Geschichten erwartet. Mir persönlich gefiel es genau deswegen umso mehr.
Auch das Ende des Buches hat mich überrascht, da ich ganz und gar mit etwas anderem gerechnet hatte. Einzig zu bemängeln ist vielleicht, dass durchaus auch einige französische Sätze vorkommen und auch die Namen einem etwas schwerer fallen werden, wenn man diese Sprache nicht spricht.


Bewertung:


1 Kommentar:

  1. Schöne Rezi! Übrigens toller Blog, bin gleich Leserin geworden:)
    LG Lena
    www.lenasbuecherwelt.blogspot.de

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