Freitag, 28. September 2012

Rezension: Noir

       
Titel: Noir

Autorin: Jenny-Mai Nuyen

Verlag: Rowohlt Polaris

ISBN: 978-3-86252-028-2

Seiten: 384

Broschiert






Inhalt:
Nino Sorokin kann seit dem tödlichen Unfall seiner Eltern den Tod vorhersehen.
Auch seinen eigenen. Er weiß, dass er mit 24 sterben wird.
Sein Geburtstag rückt immer näher. Deswegen versucht Nino sein Schicksal zu überlisten und trifft auf Monsieur Samedi, der Geisterseancen durchführt.
Dieser ist ein Mentor, der Seelen sammelt und Nino ein neues Leben geben könnte.
Doch Nino verliebt sich in eine Seelenlose, die Monsieur Samedi gehört: Noir.
Noir steht aber schon auf der Schwelle zum Jenseits…


Meine Meinung:
Ich habe schon einige Bücher von Jenny-Mai Nuyen gelesen und war immer begeistert. Bei „Noir“ bin ich aber noch gespaltener Meinung.
Die Aufmachung des Buches ist einfach einmalig. Auf dem Cover sieht man eine zerbrochene Scheibe und wenn man mit dem Finger drüber fährt, spürt man Einkerbungen.
Auch im Buch begegnet man noch oft diesem Bild, da die zerbrochenen Scheiben die Kapitel in der „Jetzt-Zeit“ und der Vergangenheit trennen.
Der Schreibstil der Autorin ist einzigartig. Jenny-Mai Nuyen schafft es mit Vergleichen und Metaphern eine unbeschreibliche Atmosphäre zu erschaffen und Dinge mit Worten zu beschreiben, die mir nie im Leben so eingefallen wären.
Das ganze Buch über herrscht eine düstere Stimmung, die perfekt zum Inhalt passt.
Aber eben der Inhalt ist es, der mir nicht so gefällt.
In den anderen Büchern von Jenny-Mai Nuyen geht es hauptsächlich um Drachen und Elfen, also typische Fantasy-Elemente.
In „Noir“ überwiegen Drogen und finstere Gedanken über den Tod.
Es ist immer noch etwas Fantasy dabei, da Noir ja eine Seelenlose bzw. ein Geist ist. Aber die gesamte Geschichte spielt in der Jetzt-Zeit und ist mehr durch den Tod geprägt.
Auch die Protagonisten haben mich nicht in ihren Bann gezogen. Ich konnte weder die Handlungen von Nino, noch die von Noir nachvollziehen.
Außerdem fand ich die zeitweise Einblendung der „Jetzt-Kapitel“ etwas schwer nachvollziehbar und dies hat mich im Lesefluss etwas gestört.
Vielleicht hatte ich auch einfach vor dem Lesen ein falsches Bild von dem Buch im Kopf und deswegen hat es mir nicht so sehr gefallen.
Das Ende war dann noch extrem verwirrend und ganz anders als ich erwartet habe.


Fazit:
Wenn man ein typisches Fantasy-Buch von Jenny-Mai Nuyen erwartet, wird man hier etwas enttäuscht. Trotzdem finde ich den Grundgedanken der Geschichte nicht mal so schlecht.
Ich werde das Buch sicher noch einmal lesen und vielleicht gefällt es mir dann besser.
Da aber der Schreibstil von Jenny-Mai Nuyen so einzigartig und großartig ist, gebe ich dem Buch trotzdem 3 Katzen.


Bewertung:


Vielen lieben Dank an Vorablesen und dem Rowohlt Polaris Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Weiter Bücher der Autorin:
Rabenmond - Der magische Bund

Kommentare:

  1. Hey,

    ich hatte ja die Aktion bei vorablesen verpasst aber ich hab mir das Buch jetzt ertauscht.
    Nach deiner Rezi bin ich jetzt aber doch ein wenig skeptisch was mich erwartet ...
    Ich bin wirklich gespannt. Auf jeden Fall eine tolle Rezi!

    LG
    Manja
    http://manjasbuchregal.blogspot.de/

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    1. Vielen Dank für dein Kommentar und dass du Leserin geworden bist :)
      Wie ich schon geschrieben hab, bin ich immer noch gespaltener Meinung. Wahrscheinlich bin ich einfach mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen.
      Ich bin schon gespannt, wie du das Buch findest.

      Liebe Grüße
      Lyiane

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  2. Hallöchen :)

    Das Buch klingt wirklich total toll, hatte es auch schon mehrmals in der Hand, bin aber trotzdem noch sehr am überlegen ob ich es mir zulegen soll! :/

    LG Steffi

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