Sonntag, 16. September 2012

Rezension: Der Feenturm

       
Titel: Der Feenturm

Autorin: Aileen P. Roberts

Verlag: Goldmann

ISBN: 978-3442477111

Seiten: 640

Broschiert






Inhalt:
Dana reist mit ihrer besten Freundin Marita durch Schottland.
Bei einer Turmruine verbringt sie ganz alleine eine Nacht und trifft auf den Geist von Rionach, einer zweitausend Jahre alten Kriegerin.
Diese bittet Dana um Hilfe. Sie soll in die Vergangenheit reisen und den Tod von Rionach rächen und ihre Tochter mit in die Zukunft nehmen.
Zuerst denkt Dana, dass sie dies alles nur geträumt hat.
Doch sie fühlt sich immer mehr zu dem Turm hingezogen.
Sie lässt sich auf die Reise ein und trifft in der Vergangenheit nicht nur auf die Kultur der Kelten, sondern auch auf ihre große Liebe.


Meine Meinung:
Der Titel klingt zwar gut, doch man wird etwas in die Irre geleitet. Es kommen zwar Feen in dem Buch vor, doch diese spielen nicht wirklich eine große Rolle.
Umso besser gefällt mir dagegen das Cover. Die Frau sieht zwar sehr verträumt und verliebt auch, aber die Dornen und das Blut, das runter tropft, lassen schon auf eine gefährliche und blutige Reise schließen.
Der Klappentext ist zwar länger als manch anderer, trotzdem erzählt er nicht schon die gesamte Geschichte, sondern erhöht die Neugier und ich wollte das Buch sofort kaufen, als ich den Klappentext gelesen habe.

Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Schließlich habe ich es auch an einem Tag ausgelesen.
Man wird nicht in eine Zeit versetzt, von der man so oder so viel weiß, sondern in die Zeit der Kelten, die zwar historisch belegt sind, von denen man aber so gut wie nichts überliefert hat.
Der Schreibstil von Aileen P. Roberts alias Claudia Lössl liest sich sehr flüssig. Es gibt keine nervigen Wortwiederholungen oder Endlos-Sätze.
So spannend die ganze Geschichte auch ist, mit den Personen bin ich nicht so ganz warm geworden.
Dana war mir für ihr Alter ein bisschen zu naiv und ich konnte ihre Entscheidung in der Vergangenheit zu bleiben nicht wirklich nachvollziehen.
Auch hat sie sich, meiner Meinung nach, zu schnell in das Leben vor zweitausend Jahren eingelebt.
Ich kann verstehen, dass man für seine große Liebe viel aufgeben kann, aber das war mir doch alles zu viel.
Auch die anderen Personen sind mir nicht wirklich ans Herz gewachsen.
Was mich aber sehr gestört hat, ist, dass Dana den Kelten, die ja damals Keltisch gesprochen haben, Dinge aus der Zukunft erklären konnte, für die diese sicher noch keine Worte hatten.
Sie hätte zwar die Sachen auf Englisch oder Deutsch aussprechen können, aber die Wörter zum Beschreiben hätte es doch im Keltischen schon geben müssen. Das hat zwar der Spannung der Geschichte nicht geschadet, aber das ist mir schon sehr stark aufgefallen.

Ich fand das Buch echt toll und ich muss sagen, dass die Autorin wohl ziemlich viel für das Buch recherchiert hat und deswegen auch meinen Respekt hat, über eine Kultur zu schreiben, von der man nicht viel weiß und das trotzdem realistisch darzustellen.

Auch die Orte waren gut beschrieben, sodass ich, die die Landschaft Schottlands noch nie mit eigenen Augen gesehen hat, mir alles bildlich vorstellen konnte.
Am Ende war es extrem spannend, aber leider auch sehr traurig. Ich habe mich aber auch gefreut, dass es für Dana doch noch einen kleinen Hoffnungsschimmer gab.


Fazit:
Ein gelungener Zeitreise-Roman, der den Leser in die Welt der Kelten einlädt und allen zu empfehlen ist, die, so wie ich, zurzeit total auf Bücher stehen, in denen es um Zeitreisen geht.
Mir hat der Schreibstil von Aileen P. Roberts sehr gut gefallen, sodass ich mir sicher bin, dass ich in näherer Zukunft auch in andere Bücher von ihr versinken werde.

Bewertung:


0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen